GdP-Bundesvorsitzender spricht mit Arne Schönbohm über Cybersicherheit

14. September 2017 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen | Drucken

Der Informationsaustausch über die Cybersicherheitsarchitektur stand im Mittelpunkt eines Gesprächs des Bundesvorsitzenden der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Oliver Malchow, mit dem Präsidenten des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), Arne Schönbohm, in der Berliner GdP-Bundesgeschäftsstelle. In Zeiten des Terrorismus müssten die Sicherheitsbehörden alles unternehmen, um Deutschland vor Netzattacken zu schützen, sagte Malchow . Angesichts von Hacker-Übergriffen sowie täglicher Versuche, Daten zu stehlen und Computer zu entern, sei es seine vordringliche staatliche Aufgabe, Netze und Nutzer vor schwerem Schaden möglichst zu bewahren.
Spam-Nachrichten mit Schadsoftware explosionsartig angestiegen
Neue Techniken hätten die Angriffsfläche für Cyberangriffe deutlich vergrößert, betonte Schönbohm. „Die zunehmende Digitalisierung und Vernetzung durch Entwicklungen wie dem Internet der Dinge, Industrie 4.0 oder Smart Everything bieten Cyber-Angreifern fast täglich weitreichende Möglichkeiten, Informationen auszuspähen, Geschäfts- und Verwaltungsprozesse zu sabotieren oder sich anderweitig auf Kosten Dritter kriminell zu bereichern.“, erklärte er. Schönbohm zufolge werden täglich rund 380.000 neue Schadprogrammvarianten entdeckt. Die Anzahl von Spam-Nachrichten mit Schadsoftware im Anhang sei explosionsartig angestiegen. Gut 80 Prozent der Attacken auf private Internetnutzer könnten jedoch mit „relativ einfachen Mitteln“ abgewehrt werden. Schon das regelmäßige Uploaden von Systemaktualisierungen sei effektiv, riet der IT-Experte.

Malchow und Schönbohm äußerten den Wunsch, den Informationsaustausch fortzusetzen.

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