Gedenken an Opfer des RAF-Attentats vom 5. September 1977

5. September 2017 | Themenbereich: Baden-Württemberg, Innere Sicherheit | Drucken

Innenminister Thomas Strobl und die Polizei Baden-Württemberg gedenken der Opfer des RAF-Attentats vom 5. September 1977. Damals wurden bei der Entführung von Hanns-Martin Schleyer drei Stuttgarter Polizeibeamte sowie ein Kraftfahrer in Köln ermordet.

„Für die Angehörigen, Freunde und Kollegen der Getöteten hält das Gefühl der Ohnmacht heute noch an. Ihnen allen gilt unser Mitgefühl und ich darf ihnen versichern, dass die Polizei Baden-Württemberg dieses Verbrechen nie vergessen wird“, erklärte der stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl anlässlich des 40. Jahrestages des RAF-Anschlages in Köln.

Am 5. September 1977 stand in der Bundesrepublik Deutschland für einige Momente die Zeit still. Damals wurden bei der Entführung von Hanns-Martin Schleyer, dem damaligen Präsidenten der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), die Stuttgarter Polizeibeamten Reinhold Brändle (41), Helmut Ulmer (24) und Roland Pieler (20) sowie der Kraftfahrer Heinz Marcisz in Köln durch Mitglieder der RAF ermordet.

Hanns-Martin Schleyer wurde nach 43 Tagen Entführung am 18. Oktober 1977 durch Terroristen der RAF erschossen.

„Gerade in der heutigen Zeit, in der Europa vom internationalen Terrorismus tief getroffen wird, ist es wichtig, sich an die zu erinnern, die unsere freie Gesellschaft schützen, auch unter Einsatz ihres eigenen Lebens. Die Polizisten Reinhold Brändle, Helmut Ulmer und Roland Pieler haben sich vom Terror nicht einschüchtern lassen. Dieses Opfer soll nie in Vergessenheit geraten“, so Innenminister Strobl.

„Die Bilder vom Herbst 1977 haben sich ins kollektive Gedächtnis gebrannt und die Ereignisse dieser Wochen waren eine Bewährungsprobe für die Bundesrepublik Deutschland. Diese Wochen werden immer verbunden sein mit der Frage, was einen starken, stabilen Staat ausmacht – einen Staat, der seinen Bürgern den größtmöglichen Schutz und die bestmögliche Sicherheit bietet. Das ist eine Frage, die auch unsere Gegenwart aufs Neue prägt und auf die wir Antworten finden müssen. Die Diskussion darüber, welche Instrumente unsere Sicherheitsbehörden brauchen und was rechtstaatlich vertretbar ist, müssen und werden wir in Deutschland besonnen aber auch in aller Klarheit immer wieder aufs Neue führen. Der Schatten des RAF-Terrors wird uns immer eine Mahnung sein“, so Innenminister Thomas Strobl.

Zum Gedenken der Opfer hat Innenminister Thomas Strobl an der Gedenktafel für die im Dienst getöteten Polizeibeamten beim Polizeipräsidium Stuttgart einen Kranz niedergelegt.

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