Selbstbestimmtes, gewaltfreies Leben für Frauen in Berlin

30. August 2017 | Themenbereich: Berlin, Innere Sicherheit | Drucken

Der Senat hat gestern auf Vorlage der Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, Dilek Kolat, den Bericht an das Abgeordnetenhaus „Selbstbestimmtes, gewaltfreies Leben für Frauen in Berlin“ beschlossen.

Gewalt gegen Mädchen und Frauen ist weltweit eine der häufigsten Menschenrechtsverletzungen. In Berlin gab es 2016 laut Polizeilicher Kriminalstatistik allein 14.497 Fälle häuslicher Gewalt. Weitere Übergriffe fanden in Form von sexualisierter Gewalt, Stalking und Cybergewalt sowohl in Gestalt von Cyberstalking als auch Cybermobbing, Cybergrooming oder Cybersexism statt.

Im Bereich der häuslichen Gewalt ist die Versorgungssituation für Hilfesuchende in den vergangenen Jahren in Folge der erhöhten Nachfrage im Zusammenhang mit der gestiegenen Einwohnerzahl von Berlin und durch die Versorgung geflüchteter Frauen deutlich angespannter. Darüber hinaus sind die Problemlagen der von Gewalt betroffenen Frauen immer komplexer geworden und haben sowohl zu einem Anstieg im Unterstützungsbedarf als auch in der Verweildauer in Hilfseinrichtungen geführt.

Für die nächsten Jahre ist daher in Auswertung der Versorgungssituation und der vorliegenden Studienergebnisse vom FrauenForschungsinstitut Freiburg ein quantitativer und qualitativer Ausbau des Hilfesystems geplant. Im Zuge dieser Erweiterung sollen auch unterschiedliche Bedarfe für Frauen mit Behinderungen und psychisch kranke sowie suchtmittelabhängige Frauen verstärkt Berücksichtigung finden.

Die wachsende Cybergewalt birgt in seinen unterschiedlichen Ausprägungsformen ein weiteres großes gesellschaftliches Gefahrenpotenzial. Der Senat setzt sich auch hier mit unterschiedlichen Aufklärungs-, Präventions- und Schutzmaßnahmen dafür ein, dass von Cybergewalt Betroffene die Macht über ihr eigenes Leben zurückgewinnen und am gesellschaftlichen Leben wieder selbstbestimmt und ohne Einschränkungen teilhaben können.

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