Junge Gruppe kritisiert Reaktion des Innenministers Bouillon auf Offenen Brief

22. August 2017 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen, Saarland | Drucken

In einem Offenen Brief hat sich unsere JUNGE GRUPPE am 18. August dieses Jahres an Innenminister Bouillon gewendet, um auf die Überlastung unserer Polizei durch den weitergehenden Personalabbau aufmerksam zu machen. Die Reaktion des Ministers auf diesen Offenen Brief weist unsere Junge Gruppe zurück.
Tacheles 2020 – Junge Gruppe kritisiert Reaktion des Innenministers Bouillon auf Offenen Brief
Der Landesjugendvorstand der Gewerkschaft der Polizei (GdP) kritisiert die Reaktion des saarländischen Innenministers Klaus Bouillon auf den offenen Brief der Gewerkschaft vom 18. August dieses Jahres scharf. „Es macht uns betroffen, dass die angesprochene Überlastung der Polizei aufgrund des Personalmangels seitens des Innenministeriums als `Meckern und Motzen junger Leute´ abgetan wird. Wir sind die Interessenvertretung junger Menschen in der mitgliederstärksten Polizeigewerkschaft und damit nicht `jede Jugendorganisation´, sodass auch unsere Probleme und Anregungen im Ministerium zur Chefsache erklärt werden sollten. Die JUNGE GRUPPE rechnet Klaus Bouillon hoch an, dass er in der vergangenen Zeit viel Geld in die Polizei investiert hat, allerdings fährt unsere Schutzweste weder Streife noch bearbeitet sie Vorgänge“, so der Landesjugendvorsitzende der GdP, David Maaß.
Die JUNGE GRUPPE wirft in ihrer Aktion „TACHELES 2020“ der Landesregierung Versäumnisse in der Personalpolitik vor. Die GdP erkennt an, dass Innenminister Bouillon in den vergangenen Jahren mit seinen Sicherheitspaketen die Sachausstattung der Polizei erheblich verbessert hat, gleichwohl der Standard im Saarland weiterhin verbesserungswürdig ist. Maaß führt aus: „Die Investitionen im Personalbereich der letzten Jahre waren notwendig, um den Abbau von 300 Stellen im Vollzugsbereich aufgrund der Pensionierungswelle gewährleisten zu können. Die Erhöhung ist nicht mehr als eine Rückkehr auf den ursprünglich vereinbarten Kurs, doch damit umschiffen wir noch längst nicht die bevorstehende Springflut. Es ist für uns nicht nachvollziehbar, warum seitens einiger Politiker die miserablen Einstellungszahlen unter Oskar Lafontaine ständig für den Personalnotstand ursächlich gemacht werden. In den letzten 20 bis 30 Jahren wäre es sicherlich möglich gewesen, entstandene Personallücken wieder zu schließen.“ Der Landesjugendvorstand moniert, dass die Polizei jetzt schon sprichwörtlich am Stock geht. Die massive Pensionierung in den nächsten zwei Jahren wird die Belastung und den Frust in den Reihen der Vollzugspolizei weiter in die Höhe schnellen lassen.

„Die gewaltige Resonanz aus der Belegschaft auf unsere Aktion bestätigt uns, dass wir als Gewerkschaft auf dem richtigen Weg sind“, erklärt David Maaß. Die JUNGE GRUPPE fordert die beiden Regierungsfraktionen der CDU und SPD zur Stellungnahme auf. „Wir haben viele Lösungsmöglichkeiten im Gepäck sowie dringenden Gesprächsbedarf in einer schwierigen Zeit“, sagt der Landesjugendvorsitzende.

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