BDK Bundespolizei bei Staatssekretär Jürgen Mathies

21. August 2017 | Themenbereich: Bundespolizei | Drucken

Kaum im neuen Amt nahm sich der ehemalige Polizeipräsident von Köln und jetziger Staatssekretär im Innenministerium NRW, Jürgen Mathies Zeit, den BDK Bundespolizei zu empfangen. Begleitet wurde der Verbandsvorsitzende Thomas Mischke dabei vom langjährigen Berater des Verbandes, Wilfried Albishausen.

Herr Staatssekretär Mathies, der selbst Polizeibeamter war/ist, nahm sich eine Stunde Zeit, um mit dem BDK BPOL in einen Dialog über die „Vernetzte Sicherheit an der Binnengrenze“ zu treten.

Thomas Mischke, der selbst 20 Jahre als Polizeibeamter in NRW tätig war, hob eingangs seinen Herzenswunsch nach einer noch intensiveren Zusammenarbeit zwischen Landes- und Bundespolizei sowie den übrigen Sicherheitspartnern dies- und jenseits der deutsch-niederländischen Grenze hervor. In einer Reihe von Publikationen hatte der BDK BPOL bereits 2014 darauf hingewiesen, dass die damals im MoTiV-Fokus (Mobile Täter im Visier – Konzept des LKA NW) stehenden „reisenden Einbrecherbanden“ sowohl in den Vorgangsbearbeitungssystemen der Polizei NRW, wie auch in denen der Polizei Belgien, den Niederlanden und natürlich auch der Bundespolizei zu finden sind. Das Phänomen habe sich nicht geändert, nur sei es durch die seit 2015 zusätzlich agierenden niederländisch-marokkanischen Automatensprenger noch verschärft worden. Sorge bereitet dem BDK BPOL in diesem Zusammenhang auch das Thema Eigensicherung, welches sowohl aus dem rücksichtslosen Fluchtverhalten der Täter als auch aus den Gefahren durch die Sprengung resultiert.

Aus Sicht des BDK BPOL liegt der Schlüssel zur erfolgreichen Bekämpfung dieser Phänomene in der Einrichtung gemeinsamer grenzüberschreitender Fahndungstrupps an der gesamten D-NL Grenze, der Einrichtung einer ständigen „GEG Grenzkriminalität“ sowie einer Grenzleitstelle unter Beteiligung aller Behörden. Darüber hinaus sieht der BDK BPOL in gemeinsamen Dienststellen auch im Landesinneren erhebliche Synergieeffekte in der Wahrnehmung der (kriminal-)polizeilichen Alltagsaufgaben.

Herr Mathies, selbst erfahrener Praktiker, bestätigte die fachliche Richtigkeit dieser Überlegungen verwies aber auf die gegenwärtigen personellen Probleme bei der Polizei NRW. Dem entgegnete Thomas Mischke, dass die bei der Bundespolizei nicht geringer seien, es aber dennoch sinnvoll sei in „Gemeinsamkeit“ zu investieren. Jede „gemischte“ Fahndungsstreife im Grenzgebiet erhöhe schließlich den Sicherheitsschleier für alle Kommunen in NRW. Durch die unterschiedlichen Kompetenzen und Befugnisse der Sicherheitspartner in Deutschland/ den Niederlanden und Belgien und den unmittelbaren polizeilichen Informationsaustausch seien sehr viel einfacher aufenthaltsbeendende und/oder strafprozessuale Maßnahmen möglich.

Der BDK BPOL dankt Herrn Mathies für das offene und interessante Gespräch. Eine Fortsetzung ist vorgesehen.

Ihre Meinung ist uns wichtig,
kommentieren Sie diesen Artikel!

Jedoch, auf Cop2Cop gilt die Netiquette als Leitfaden für die Kommunikation. Alle Beiträge werden von Administratoren geprüft und freigeschaltet. Beiträge, die persönliche Beleidigungen, Diffamierungen, rechtswidrige Texte oder Werbung beinhalten, werden ebenso unkommentiert entfernt, wie Off-Topic-Beiträge und SPAM. Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse dient internen Zwecken und wird nie angezeigt.