DPolG Bundespolizeigewerkschaft verurteilt Terror in Spanien

18. August 2017 | Themenbereich: Bundespolizei | Drucken

„Unbeschreibliche Wut und Trauer ergreifen mich, wenn ich die Bilder von den feigen Terroranschlägen auf friedliche und völlig unbeteiligte Menschen in Spanien sehe“, sagt der Bundesvorsitzende der DPolG Bundespolizeigewerkschaft Ernst G. Walter. „Nur durch das konsequente Eingreifen unserer mutigen spanischen Kolleginnen und Kollegen konnte noch Schlimmeres verhindert werden. Den unschuldigen Opfern und Angehörigen gehört unsere ganze Anteilnahme, den Sicherheitskräften unser großer
Dank und den Verletzten wünschen wie baldige Genesung.“
Walter mahnte zudem, dass auch Deutschland sich nicht in vermeintlicher Sicherheit wähnen dürfe und dass die Terrorgefahr deshalb sowohl von der Politik als auch von der Bevölkerung weiterhin sehr ernst zu nehmen sei. „Die Gefahr einer Wiederholung des schrecklichen Anschlags vom Berliner Breitscheidplatz ist keineswegs gebannt. Solange sogar den Behörden bekannte islamistische Gefährder und Befürworter des so genannten IS in Deutschland mehr oder weniger frei herumlaufen können und wir keine rechtliche Handhabe besitzen, diese Leute abzuschieben oder in Haft zu nehmen, können wir gar nicht genug Polizisten auf die Straße bringen, um solche Gefahren für die Bevölkerung gänzlich auszuschließen.“
In diesem Zusammenhang unterstrich der Gewerkschaftschef nochmals die dringende Notwendigkeit, die Spezialkräfte der Polizei zur Terrorbekämpfung zu stärken und deren Ein satzkraft zu bündeln, wie dies erst diesen Monat durch die Indienststellung der Bundespolizeidirektion 11 (Spezialkräfte) geschehen ist. „Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat hier die richtige Entscheidung zur richtigen Zeit getroffen. Ohne gut ausgebildete und robust ausgestattete Spezialkräfte wären wir Terrorangriffen ansonsten schutzlos ausgeliefert.“
Walter betont aber zugleich, dass bei Terrorangriffen wie jetzt in Spanien zuerst immer ganz normale Streifenpolizisten vor Ort seien. Diese müssten im sogenannten „ersten Angriff“ schnell reagieren können, um Schlimmeres zu verhindern. Dazu fehle es in der Deutschen Polizei aber immer noch großflächig an der notwendigen Schutzausstattung dieser Kontroll-­ und Streifenbeamten mit hochklassigen Schutzwesten und schusssicheren Titanhelmen. Auch die derzeit in den Streifenwagen zur Verfügung stehende Bewaffnung sei gegenüber militärisch geschützten Terroristen nahezu wirkungslos. Von der Politik fordert Walter des-­ halb neben einer weiteren Erhöhung des Personals auch eine entsprechende Anhebung der Finanzmittel in den Haushalten des Bundes und der Länder für eine bessere Ausstattung

Ihre Meinung ist uns wichtig,
kommentieren Sie diesen Artikel!

Jedoch, auf Cop2Cop gilt die Netiquette als Leitfaden für die Kommunikation. Alle Beiträge werden von Administratoren geprüft und freigeschaltet. Beiträge, die persönliche Beleidigungen, Diffamierungen, rechtswidrige Texte oder Werbung beinhalten, werden ebenso unkommentiert entfernt, wie Off-Topic-Beiträge und SPAM. Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse dient internen Zwecken und wird nie angezeigt.