Innenminister lädt zum Gespräch mit Polizeigewerkschaften über ballistische Polizei-Schutzhelme

14. August 2017 | Themenbereich: Ausrüstung, Polizei, Thüringen | Drucken

 

Im Zuge der vom Freistaat Thüringen beschafften 2.270 ballistischen Schutzhelme mit Schlagschutz- und teilweise ballistischen Visieren möchte Innenminister Dr. Holger Poppenhäger den Vorschlag der Gewerkschaft der Thüringer Polizei für Wechselvisiere in einem gemeinsamen Gespräch diskutieren. „Mein Gesprächsangebot steht. Es ist mir wichtig, dass die Vertreter der Polizei die fachliche Entscheidung meines Hauses für die Beschaffung mittragen. Ebenso wichtig ist mir, den Vorschlag für ein Wechselvisier aufzugreifen und deren Praktikabilität im unmittelbaren Einsatzgeschehen mit den Gewerkschaften zu besprechen“, erklärte  Innenminister Dr. Holger Poppenhäger. „Sollte es hinsichtlich der Sicherheit unserer Beamtinnen und Beamten bei den Gewerkschaften Unklarheiten geben, müssen diese schnellstens ausgeräumt werden. Denn der Freistaat Thüringen gibt nicht 6,5 Millionen Euro für die nach meinem Dafürhalten geeignetsten Schutzhelme aus, wenn sich die Träger dennoch damit unsicher fühlen sollten“, betonte Poppenhäger.

Die Beamten des Streifeneinzeldienstes und der geschlossenen Einsatzeinheiten haben in den vergangenen Monaten insgesamt 2.270 ballistische Helme mit Schlagschutzvisieren erhalten. Besondere Organisationseinheiten erhalten anstatt eines Schlagschutzvisieres ein ballistisches Visier, welches gegen Beschuss von vorn schützen soll. Der Vorschlag der Gewerkschaft der Thüringer Polizei sieht vor, dass die Schutzpolizei neben dem im Streifenwagen mitgeführten ballistischen Schutzhelm mit Schlagschutzvisier ein zusätzliches ballistisches Visier erhält, sodass im Ernstfall, z.B. dem Erkennen einer terroristischen Gefahr durch Beschuss, ein Austausch stattfinden kann.

„Die Erhöhung der Sicherheit der Polizistinnen und Polizisten hat Vorrang“, so der Innenminister und weiter: „Schon bei unserem letzten Treffen mit den Gewerkschaften und Verbänden Anfang Februar habe ich betont, dass die Einsatzkräfte der Polizei unseren besonderen Schutz genießen, da sie es sind, die an vorderster Stelle für uns alle ihren Dienst tun.“ In diesem Zusammenhang wurde auch von allen das Pilotprojekt zur Einführung von Bodycams befürwortet, welche nach Medienberichten auch seitens der Bevölkerung mehrheitlich Zustimmung findet.

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