Strukturprüfung der Ermittlungsdienste in der BPOL

1. August 2017 | Themenbereich: Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen | Drucken

Mit Schreiben vom 02.06.17 wurde durch Präsident Dr. Romann die Strukturprüfung der Ermittlungsdienste einschließlich der Inspektionen Kriminalitätsbekämpfung der Bundespolizei angekündigt. Neben dem Organisationsreferat ist darin auch das Grundsatzreferat 31 der Abteilung Kriminalitätsbekämpfung eng eingebunden.

Es handelt sich dabei um einen sehr umfassenden und ambitionierten Prüfauftrag, der u.a. Fragen zu einem angemessenen Personalbemessungssystem, basierend auf der tatsächlichen Kriminalitätsbelastung nachgeht, aber auch ein System generieren soll, um die Auslastung der verschiedenen Ermittlungsdienststellen zu harmonisieren. Was wohl nichts anderes heißt, als die Last möglichst gerecht auf alle zu verteilen.

Mit dieser Frage hatte sich schon der damalige Abteilungsleiter Jörg Baumbach unter der Überschrift Kriminalitätsbelastungsorientierte Steuerung der Ermittlungsdienste (KSE) im Jahre 2011 und 2012 beschäftigt. Wir alle erinnern uns noch an die aufgeregte Debatte um das Für und Wider etwaiger Personal- oder Vorgangsverschiebungen.

Alleine die beiden letztgenannten Punkte bergen natürlich eine Menge Potential für Nachfragen und schüren möglicherweise Ängste Betroffener.

Gleichwohl begrüßt der BDK diese Entscheidung ausdrücklich. Die seit Jahren immer weiter steigenden Anforderungen und damit verbundenen Spezialisierungserfordernisse im Bereich der Kriminalitätsbekämpfung haben deutlich aufgezeigt, dass das bisherige System, angefangen von der Auswahl der Mitarbeiter, über Aus- und Fortbildung bis zu Organisation und Struktur, nicht mehr zeitgemäß ist.

Nicht umsonst wurde auf etlichen Behördenleitertagungen in der Vergangenheit die Fragestellung aufgeworfen, inwiefern durch die gestiegene Kriminalitätsbelastung die Bundespolizei noch sachgerecht aufgestellt ist.

Der BDK wird dieses wichtige Projekt auch weiterhin begleiten und dabei die Belange unserer Kolleginnen und Kollegen ebenso im Auge haben, wie unsere Aufgabe.

Es waren nicht zuletzt unsere kritischen Nachfragen und Hinweise, die diesen längst überfälligen Schritt initiierten. Wir sind davon überzeugt, dass die Strukturprüfung eine große Chance für die Kriminalitätsbekämpfung in der BPOL darstellt und dass diese am Ende ein deutliches Stück moderner aufgestellt sein wird…….. wenn denn auf die Prüfung auch die Umsetzung erfolgt.

Ihre Meinung ist uns wichtig,
kommentieren Sie diesen Artikel!

Jedoch, auf Cop2Cop gilt die Netiquette als Leitfaden für die Kommunikation. Alle Beiträge werden von Administratoren geprüft und freigeschaltet. Beiträge, die persönliche Beleidigungen, Diffamierungen, rechtswidrige Texte oder Werbung beinhalten, werden ebenso unkommentiert entfernt, wie Off-Topic-Beiträge und SPAM. Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse dient internen Zwecken und wird nie angezeigt.