GdP Brandenburg fordert weiterhin hochqualifizierte Polizei

28. Juli 2017 | Themenbereich: Brandenburg, Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen | Drucken

Derzeit wird bekannt, dass an der Fachhochschule die Einstellungskriterien abgesenkt werden sollen. Es ist nachvollziehbar und sicherlich richtig, dass im Sportbereich verschiedene Sportarten zur Auswahl gestellt werden. Dass medizinische Voraussetzungen überarbeitet werden, ist dem Fortschritt der Medizin geschuldet und sachgerecht. Aber: Veränderung bei den Anforderungen beim Stress- und sozialem Verhalten lehnt die GdP rigoros ab. Ebenso das Vorhaben des Polizeipräsidenten, Zeitsoldaten einzustellen.

Vollkommen falscher Schritt

Es ist der vollkommene falsche Schritt, Zeitsoldaten mit einer 18-monatigen Unterweisung in die Brandenburger Polizei zu übernehmen. Es ist völlig unklar, welche Voraussetzung bei Zeitsoldaten angerechnet werden sollen oder welche Inhalte die Kurz-Unterweisung beinhalten soll.
Das Programm für die Feldjäger ist durch ihre spezielle Vorverwendung sinnvoll und nachvollziehbar. Dass sich nur noch wenige für dieses Programm in Brandenburg bewerben, hat zur Ursache, dass andere Bundesländer und die Bundespolizei mit besseren Rahmenbedingungen punkten können.
Andreas Schuster, Landesvorsitzender der GdP: „Wir müssen aufpassen, dass wir nicht eine Billig-Polizei in Brandenburg installieren, nur um die Einstellungszahlen vollzubekommen. Sieben Bundesländer haben bereits die zweigeteilte Laufbahn, mehrere Bundesländer haben das Eingangsamt nach A 8 angehoben. Brandenburg wird zukünftig die Lehrer mit A 13 besolden. Dies sind alles Schritte zur Erhöhung der Attraktivität. Wir mahnen seit Langem an, dass die Attraktivität auch für die Polizei in Brandenburg erhöht werden muss. Nun soll genau das Gegenteil gemacht werden. Dies lehnen wir konsequent ab und fordern schnellstmögliche Gespräche mit uns.“

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