Innenminister muss Dauereinsatz der NRW-Kollegen honorieren

12. Juli 2017 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen, Nordrhein Westfalen | Drucken

Unter den fast 500 Polizistinnen und Polizisten, die durch die brutalen Angriffe von militanten Autonomen während des G20-Gipfels verletzt worden sind, sind auch drei Beamte aus NRW. Das hat der NRW-Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Arnold Plickert heute nach der Rückkehr der letzten Beamten aus Hamburg berichtet. „Wir wünschen allen Polizistinnen und Polizisten, vor allem den schwer verletzten Kolleginnen und Kollegen aus den anderen Bundesländern, eine baldige Genesung und hoffen, dass niemand durch den G20-Einsatz auf Dauer geschädigt bleibt“, sagte Plickert.

Zugleich erinnerte Plickert daran, dass die NRW-Kräfte während des G20-Gipfels zum Teil in Schichten von bis zu 20 Stunden Dauer eingesetzt waren, mit einer anschließenden Schlafpause von gerade einmal vier Stunden. Alleine durch den Dauereinsatz der ca. 2200 NRW-Beamten sind nach Berechnung der GdP rund 200 000 Überstunden angefallen. Das entspricht der jährlichen Arbeitsleitung von 120 Polizistinnen und Polizisten. „Ich erwarte von der neuen nordrhein-westfälischen Landesregierung, dass sie diese Leistung der Polizistinnen und Polizisten honoriert“, sagte Plickert. „Deshalb brauchen wir umgehend eine Zusicherung des Innenministers, dass sämtliche in Hamburg geleisteten Überstunden vergütet werden und dass sie auf Wunsch der betroffenen Beamten auch direkt ausgezahlt werden.“ Ähnlich wie bereits in anderen Bundesländern entschieden, fordert die GdP, dass alle in Hamburg eingesetzten Beamten aus NRW zusätzlich drei Tage Sonderurlaub erhalten.

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