Forderung nach Sonderurlaub für alle eingesetzten hessischen Kräfte in Hamburg

11. Juli 2017 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Hessen, Interessenvertretungen | Drucken

Zur Unterstützung der Hamburger Polizei bei der Bewältigung des G20-Gipfels war die hessische Polizei mit über 1.000 Polizistinnen und Polizisten aus fast allen hessischen Polizeipräsidien und Polizeibehörden in der Hansestadt im Einsatz. Die extreme Gewaltbereitschaft sowie die langen Einsatzzeiten beanspruchten unsere Kolleginnen und Kollegen in besonderem Maße. Dabei wurden 150 Beamtinnen und Beamte aus Hessen verletzt.
Aufopferungsvolle Arbeit
Wir danken den Einsatzkräften für ihre professionelle und aufopferungsvolle Arbeit und wünschen den verletzten Kolleginnen und Kollegen eine schnelle und vollständige Genesung.

Als Ausgleich fordern wir gemeinsam den hessischen Innenminister Peter Beuth auf, allen eingesetzten hessischen Kräften einen Sonderurlaub von mindestens drei Tagen zu gewähren und so der Hamburger Regierung zu folgen.

„Die extremen Belastungssituationen, denen die Kolleginnen und Kollegen beim G 20-Gipfel ausgesetzt waren, müssen vom Dienstherrn anerkannt und ausgeglichen werden“, so Stefan Rüppel von der hessischen GdP und die DGB Vorsitzende Gabriele Kailing.

Dazu fordert Stefan Rüppel, stellvertretender Vorsitzender der GdP Hessen, eine zeitnahe Aufarbeitung des G 20-Einsatzes für die hessische Polizei.

Insbesondere müsse man über eine verbesserte Schutzausstattung für die Kolleginnen und Kollegen der Alarmhundertschaften reden:

„Mit der bestehenden Ausstattung schicken wir sie wehrlos und ungeschützt in solche Einsatzsituationen, die sich niemals wiederholen dürfen. Rund-um-die-Uhr Einsätze haben die Polizistinnen und Polizisten an die Grenzen ihrer Belastbarkeit gebracht“, erklärte Rüppel.

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