KORSIT – Erstes DFG-Forschungsprojekt an der Deutschen Hochschule der Polizei (DHPol)

10. Juli 2017 | Themenbereich: Nordrhein Westfalen, Polizei | Drucken

Hinter der Abkürzung KORSIT verbirgt sich eine komplexe Studie mit dem Titel „Die Konstruktion von Räumen im Kontext von Sicherheit: Raumwissen bei der Polizei (KORSIT)“. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat Dr. Daniela Hunold, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachgebiet für Kriminologie und interdisziplinäre Kriminalprävention der DHPol, ein Forschungsprojekt für die Dauer von 32 Monaten bewilligt. Ab Herbst 2017 kann die Kriminologin daher zusammen mit zwei wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen oder Mitarbeitern der Frage nachgehen, wie sicherheitsrelevantes Wissen über städtische Räume im Rahmen der Polizeiarbeit generiert wird.

abei ist es für die Kriminologin auch von großem Interesse, zu analysieren, wie dieses Wissen die alltägliche Handlungspraxis von Polizeibeamtinnen und -beamten prägt. Um Antworten zu bekommen, wird Daniela Hunold mit ihrem Team in zwei Polizeibehörden in Bremen und Nordrhein-Westfalen teilnehmende Beobachtungen und Interviews durchführen. Ergänzend werden die polizeilichen Notrufdaten ausgewertet. In Zeiten, in denen z.B. Datenbanken eine immer größere Rolle bei der Identifikation kriminogener Räume – umgangssprachlich „unsichere Räume“ – spielen, u.a. möchte das Projektteam die Wirkungen dieser technologiebasierten Wissenspraktiken, die auf raumorientierte kriminologische Ansätze und Theorien ausgerichtet sind, in der Polizei erforschen.

ie im Projekt erzielten Erkenntnisse werden intensiv mit Vertreterinnen und Vertretern der Polizeipraxis diskutiert, um Reflexionsprozesse zu den Mechanismen der Wissensproduktion und dem Wissensmanagement mit Bezug zur raumorientierten Polizeiarbeit anzuregen. Dr. Daniela Hunold wünscht sich, dass die Ergebnisse des Projektes schließlich zu einem interdisziplinären Diskurs über Chancen und Gefahren einer raumorientierten Bearbeitung von Kriminalitätsphänomenen beitragen.

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