Kompetenzzentrum „Hessen3C“ neuer Baustein der Cybersicherheits-Agenda

20. Juni 2017 | Themenbereich: Aktuell, Hessen | Drucken

Die Cybersicherheit ist eine tragende Säule der Digitalisierungsstrategie des Landes Hessen. Das betonte Innenminister Peter Beuth in Frankfurt zum Auftakt des zweiten hessischen Cybersicherheitsgipfels, an dem auch Sir Julian King, EU-Kommissar für die Sicherheitsunion, Arne Schönbohm, Präsident des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnologie, sowie Dr. Hans-Georg Maaßen, Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz teilnahmen.

„Der digitale Wandel zählt zu den bedeutsamsten und komplexesten Phänomenen unserer Zeit. Die Geschwindigkeit der Digitalisierung übt dabei einen solchen Druck auf Hersteller und Betreiber aus, dass der Fokus viel zu oft alleine auf dem Funktionieren der IT-Systeme liegt, die Sicherheit steht dagegen allzu oft hinten an. Deshalb müssen wir die Entwicklung von Produktsicherheitsstandards, Produkthaftung und Gütesiegeln forcieren, um dauerhaft und flächendeckend einen adäquaten Schutz für unsere IT-Systeme herstellen zu können. Die Innere Sicherheit darf nicht vor dem Cyberraum enden“, so Innenminister Peter Beuth.

Umfassende Agenda der hessischen Landesregierung

Die Hessische Landesregierung hat auf die Herausforderungen im Cyberraum bereits frühzeitig reagiert und die umfassende Agenda Cybersicherheit@Hessen aufgestellt. Neben dem Maßnahmenprogramm „ODIS“, das die IT-Sicherheit in Netzen und Systemen des Landes verbessert, anwendungsorientierter Forschungsförderung, den kostenfreien Beratungs- und Unterstützungsangeboten für die hessischen Kommunen durch das 2016 eingeführte „Kommunale Dienstleistungszentrum Cybersicherheit“ umfasst die Agenda künftig auch das neuen „Hessen Competence Center für Cybersecurity“ (Hessen3C).

Das derzeit im Aufbau befindliche neue Kompetenzzentrum wird in Zukunft eine der wesentlichsten Säule der Agenda Cybersicherheit@Hessen bilden. „Mit Hessen3C wollen wir unsere Sicherheitsbehörden bei der Cybersicherheit und der Bekämpfung von Internetkriminalität durch operative Beratungsangebote und effektive Werkzeuge noch besser unterstützen. Um mit der Geschwindigkeit der Digitalisierung Schritt halten zu können, brauchen wir nicht nur hinreichendes Personal, moderne Technik und eine Erweiterung der rechtlichen Befugnisse, sondern auch die verstärkte Bündelung fachlicher Kompetenzen im Hessen3C“, so Innenminister Peter Beuth.
Kompetenzzentrum „Hessen3C“

Das neue Kompetenzzentrum soll Cyberangriffe künftig noch schneller als bisher erkennen, abwehren und verfolgen und gleichzeitig zu weiteren Verbesserungen auf verschiedenen Gebieten der angewandten Informationstechnik führen. „Wenn Kriminelle und Terroristen ihre Kommunikationswege zunehmend digital verschlüsseln, brauchen unsere Sicherheitsbehörden Spezialkenntnisse im Bereich Kryptographie und darüber hinaus die geeigneten Instrumente, solche Daten zu decodieren. Dies wird ein weiterer Schwerpunkt von Hessen3C sein“, so Innenminister Peter Beuth.

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