Hessen stellt bis 2020 mehr als 1.000 zusätzlichen Polizisten ein

16. Juni 2017 | Themenbereich: Hessen, Polizei | Drucken

In den nächsten drei Jahren werden mehr als 1.000 zusätzliche Polizeivollzugsbeamte ihren Dienst aufnehmen. „Wir stärken damit landesweit die Dienststellen mit mehr Personal. Damit wird die Präsenz in der Öffentlichkeit spürbar erhöht und zugleich entlasten wir die Kolleginnen und Kollegen vor Ort. Von diesem historischen Stellenzuwachs werden alle Polizeibehörden profitieren, auch in Offenbach“, sagte der Hessische Innenminister Peter Beuth in Wiesbaden. Die Polizei sei schon heute gut aufgestellt und leiste herausragende Arbeit für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger in der Region. Das lässt sich auch an der Polizeilichen Kriminalstatistik für das Jahr 2016 erkennen, wonach sich die Quote der aufgeklärten Straftaten in der Stadt Offenbach mit 65,4 Prozent erneut auf hohem Niveau bewegt.

„Die Landesregierung hat ein umfangreiches Sicherheitspaket verabschiedet, um die Polizei personell und materiell zu unterstützen. Dazu gehört auch ein eigenes Programm zum Abbau von Überstunden, verbesserte Schutzausstattung sowie hunderte Stellenhebungen“, so der Minister.
15 Millionen Euro für Auszahlung von Mehrarbeit

Das Land hat 2016 rund 15 Millionen Euro bereitgestellt, um die auszahlungsfähigen Mehrarbeitsstunden abzugelten. Davon wurden rund 13 Millionen Euro abgerufen. Die offenen zwei Millionen Euro werden in diesem Jahr vollumfänglich für die Auszahlung von Überstunden genutzt, sodass für das Jahr 2017 insgesamt 4,5 Millionen Euro zur Auszahlung bereitstehen. Im Jahr 2016 hat auch das Polizeipräsidium Südosthessen maßgeblich mit rund 1,68 Millionen Euro profitiert und es wurden mehr als 86.000 Mehrarbeitsstunden ausgezahlt. Standen die Mehrarbeitsstunden im Dezember 2015 noch bei rund 345.000 Stunden, wurden u. a. durch die Auszahlung von Stunden und durch den Freizeitausgleich der Stand bis Ende 2016 auf rund 296.000 Stunden reduziert.

In diesem Jahr startet bei der hessischen Polizei mit 1.155 Anwärterinnen und Anwärtern der größte Ausbildungsjahrgang, den es in Hessen je gab. Mehr als 1.000 zusätzliche Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamte werden bis 2020 im ganzen Land für mehr Sicherheit sorgen. Erst nach Abschluss des dreijährigen Studiums erfolgt die Zuteilung eines fertig ausgebildeten Polizisten an seine neue Dienststelle – daher lässt sich heute noch nicht genau beziffern, wie viele Vollzugsbeamte in den einzelnen Landkreisen künftig eingesetzt werden. Darüber hinaus erfolgt die Zuteilung anhand regionaler Kriterien wie der Kriminalitätsentwicklung.

Technische Ausstattung wird fortlaufend modernisiert

2016 haben zudem fast 100 zusätzliche Wachpolizisten ihre Arbeit aufgenommen und unterstützen in allen Flächenpräsidien ihre Kollegen des Polizeivollzugs. 13 zusätzliche Wachpolizisten sind seitdem im Bereich des Polizeipräsidiums Südosthessen und damit auch in der Stadt Offenbach aktiv. Auch die technische Ausstattung der Polizei wird fortlaufend modernisiert. Im Jahr 2017 werden mit rund 51 Millionen Euro fast zehn Millionen Euro mehr zur Verfügung gestellt als im Vorjahr. Die Mittel werden unter anderem für neue Fahrzeuge, Dienst- und Schutzbekleidung sowie Dienstwaffen investiert.

Die Hessische Landesregierung ist zudem bestrebt, die Einsatzkräfte im Rahmen ihrer Aufgabenbewältigung bestmöglich zu schützen. Alleine im Jahr 2016 wurden in Hessen in fast 3.500 Fällen Polizeibedienstete Opfer von Gewaltstraftaten, davon 135 in Offenbach. „Der Höchststand von fast 3.500 Fällen, bei denen Polizeibedienstete Opfer von Gewaltstraftaten wurden, zeigt, dass die von Hessen bereits im Frühjahr 2015 angestrebte und vom Bund nun endlich umgesetzte Gesetzesinitiative zum verbesserten Schutz der Beamtinnen und Beamten zwingend notwendig ist. Ich bin froh, dass wir eine gute Lösung zum Wohle der Kolleginnen und Kollegen in Hessen und in ganz Deutschland gefunden haben“, so Innenminister Peter Beuth.

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