Mehr Unterstützung für Sicherheitspartner

1. Juni 2017 | Themenbereich: Brandenburg, Innere Sicherheit | Drucken

Die kommunale Kriminalitätsprävention (KKP) im Land Brandenburg wird auf eine neue Grundlage gestellt. Vor allem die zahlreichen Sicherheitspartnerschaften sollen in Zukunft besser unterstützt werden als bisher.

Gut zwei Jahrzehnte nach dem bekannten Erlass zur kommunalen Kriminalitätsverhütung aus dem Jahr 1995 wird dieser am (morgigen) 1. Juni 2017 durch ein neues „Eckpunktepapier Kommunale Kriminalitätsprävention“ sowie den Erlass „Sicherheitspartner des Landes Brandenburg“ abgelöst. Darüber informierte Innenminister Karl-Heinz Schröter heute im Rahmen einer Fachtagung zum Thema „Sicherheit braucht Partner 2.0“ an der Fachhochschule der Polizei in Oranienburg. „Nach über 20 Jahren war es nötig, die vorhandenen Regelungen zu überprüfen und der heutigen Zeit anzupassen“, sagte Schröter zur Begründung der Neuregelungen. Derzeit bestehen in Brandenburg 71 Sicherheitspartnerschaften mit rund 460 ehrenamtlich aktiven Bürgern.

Verbessert werden vor allem die Regelungen für die Sicherheitspartner. Sie erhalten künftig 30 Euro Aufwandsentschädigung monatlich (zuvor: 25 Euro). Bei der Zahlung der Aufwandsentschädigung entfällt die bisherige Begrenzung auf höchstens zehn Mitglieder pro Sicherheitspartnerschaft. Aktive werden auf Wunsch mit neuen wetterfesten Funktionsjacken ausgestattet. Bislang wurden bereits 426 solche Jacken ausgereicht. Durch die Gewährung von Lottomitteln kann jetzt die individuelle Ausstattung weiter verbessert werden. Verbessert werden soll auch die Fortbildung der Sicherheitspartner, unter anderem durch jährliche Regionalkonferenzen.

Schröter betonte, es sei ihm „ein persönliches Anliegen, dieses vorbildliche ehrenamtliche Engagement im Dienste des Gemeinwesens zu fördern. Die Sicherheitspartner sind ein ganz wichtiger Teil einer wirksamen kommunalen Präventionsarbeit und ich bin sehr dafür, ihr Engagement stärker zu würdigen.“

Deshalb habe er entschieden, den diesjährigen Landespräventionspreis auch an beispielhafte Akteure der kommunalen Kriminalitätsprävention zu verleihen. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert. Bis Ende September bestehe noch die Möglichkeit, sich zu bewerben.

Zur Verbesserung der Informationsangebote rund um das Thema Sicherheitspartner gibt es nun auch eine neue Internetseite www.sicherheit-braucht-partner.brandenburg.de, die ebenfalls auf der Fachtagung in Oranienburg vorgestellt und heute freigeschaltet wurde.

An der Veranstaltung „Sicherheit braucht Partner 2.0“ nahmen rund 150 Gäste aus Polizei, Kommunen und Sicherheitspartnerschaften teil.

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