Herrmann treibt Prävention gegen Salafismus weiter voran

26. Mai 2017 | Themenbereich: Bayern, Prävention | Drucken

Bayern klärt mit einem bundesweit einmaligen Angebot künftig noch besser über die Gefahren des Salafismus auf. Die vom bayerischen Innenministerium herausgegebene Broschüre „Salafismus – Prävention durch Information – Fragen und Antworten“ wurde nun auch in die wichtigsten Fremdsprachen übersetzt. Ab sofort stehen Ausgaben in Arabisch, Türkisch, Französisch und Englisch bereit. Eine russische Ausgabe soll folgen. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann: „Wir wollen jedem klar machen, dass der Salafismus mit unserer Rechts- und Werteordnung absolut unvereinbar ist. Bei dieser Botschaft darf die Sprache kein Hindernis sein.“ Damit setzt Bayern weiterhin konsequent auf Aufklärung und Prävention für noch mehr Sicherheit im Freistaat.

Bereits die erstmals 2014 veröffentlichte deutschsprachige Broschüre fand bundesweit große Resonanz. Herrmann freut sich über die nun verfügbaren Übersetzungen: „Wir können jetzt noch besser diejenigen erreichen, die kein oder nicht ausreichend Deutsch sprechen. So verhindern wir, dass Menschen sich in fanatische Ideen verrennen und auf die demokratiefeindliche Propaganda der Salafisten hereinfallen.“ Das Ziel des Innenministers ist, es gar nicht so weit kommen zu lassen, dass junge Menschen sich einer Terrororganisation anschließen, Anschläge vorbereiten oder blind in einen sinnlosen Bürgerkrieg ziehen.

Der Innenminister kennt die aktuellen Gefahren. So suchen Salafisten neue Anhänger für ihre extremistische Ideologie gezielt auch unter Flüchtlingen. Durch vermeintliche soziale Unterstützung schaffen Salafisten eine Vertrauensbasis, die sie anschließend dazu missbrauchen, ihre extremistische und integrationsfeindliche Ideologie zu verbreiten. Die fremdsprachigen Salafismus-Broschüren informieren über diese ebenso gezielten wie perfiden Anwerbestrategien.

Eine wichtige Rolle bei der Rekrutierung von jungen Muslimen für den globalen Jihad spielen auch Internetplattformen wie Facebook oder YouTube. „Umso wichtiger ist es, dass wir im Netz präsent sind und dort Aufklärungsarbeit leisten“, betont Herrmann. Das Bayerische Netzwerk für Prävention und Deradikalisierung gegen Salafismus bietet daher unter www.antworten-auf-salafismus.de umfassende Informationen und Beratung zum Thema Salafismus.

Herrmann ist überzeugt vom bayerischen Ansatz: „Auch dank der guten Arbeit der bayerischen Sicherheitsbehörden reisen mittlerweile weniger gewaltbereite Personen in die Kampfgebiete aus. Trotzdem beobachten wir die Lage weiterhin sehr genau. Daneben wollen wir auch mit unserer konsequenten Aufklärung dazu beitragen, dass weniger junge Leute in die Fänge von Salafisten geraten und diesen Weg gehen.“

Die deutschen und fremdsprachigen Broschüren sind im Internet unter www.stmi.bayern.de/med/aktuell/archiv/2014/141010salafismus/ abrufbar und können zudem über den Broschürenversand der Bayerischen Staatsregierung (www.bestellen.bayern.de) bestellt werden.

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