Durch restlose Aufklärung Vertrauen zurückgewinnen

18. Mai 2017 | Themenbereich: Tagesnew | Drucken

Es ein „ungewöhnlicher, jedoch ein konsequenter Vorgang“, dass Berlins Innensenator Andreas Geisel Ermittlungen gegen das Landeskriminalamt der Hauptpolizei eingeleitet habe, sagte der stellvertretende Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Jörg Radek, in einem Interview mit dem Nachrichtensender n-tv am Donnerstagmorgen in Köln. Geisel hatte am Mittwochabend darüber informiert, dass Ermittler Pannen im Fall Anis Amri vertuscht haben sollen. Wegen möglicher Strafvereitelung im Amt sowie Urkundenfälschung erstattete der Berliner Senat Anzeige.
Radek begrüßte die Entscheidung des Senats, mit der grundsätzlichen Aufarbeitung der Vorgänge um den Berliner Weihnachtsmarkt-Attentäter einen Sonderermittler beauftragt zu haben. Im Gegensatz zu anderen Ländern, die unter solchen Umständen einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss eingerichtet hätten, sei der Sonderermittler parteipolitisch neutral und gehe rein fachlich vor.

Es sei jetzt dessen Aufgabe herauszufinden, ob es sich bei den schweren Vorwürfen gegenüber dem LKA Berlin um individiuelles Fehlverhalten handle oder womöglich um strukturelle Defizite, sagte der GdP-Vize.

Radek zufolge ist Vertrauen in die Polizei und die polizeiliche Arbeit verloren gegangen. Daher sei es jetzt umso wichtiger, dass die Vorgänge restlos aufgeklärt würden.

Ihre Meinung ist uns wichtig,
kommentieren Sie diesen Artikel!

Jedoch, auf Cop2Cop gilt die Netiquette als Leitfaden für die Kommunikation. Alle Beiträge werden von Administratoren geprüft und freigeschaltet. Beiträge, die persönliche Beleidigungen, Diffamierungen, rechtswidrige Texte oder Werbung beinhalten, werden ebenso unkommentiert entfernt, wie Off-Topic-Beiträge und SPAM. Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse dient internen Zwecken und wird nie angezeigt.