NRW stärkt Feuerwehren mit besserer Ausrüstung und mehr Gehalt

2. Mai 2017 | Themenbereich: Aktuell, Nordrhein Westfalen | Drucken

Nordrhein-Westfalen stärkt den Brand- und Katastrophenschutz im Land durch Investitionen nachhaltig. „Damit die Feuerwehren vor Ort auch in Zukunft verlässlich ihre Arbeit machen können“, betonte Innenminister Ralf Jäger bei der Mitgliederversammlung des Verbandes der Feuerwehren in Attendorn. In den nächsten drei Jahren kommen mehr als 100 moderne Löschfahrzeuge im Wert von
über 30 Millionen Euro für die NRW-Feuerwehren dazu. „Die Menschen können sich darauf verlassen, dass die Feuerwehr schnell da ist, wenn sie Hilfe brauchen“, erklärte Jäger.

Außerdem erhalten Feuerwehr-Anwärterinnen und Anwärter rückwirkend zum 1. April deutlich höhere Bezüge. Den Sonderzuschlag erhalten alle Feuerwehrleute, die sich in der Ausbildung befinden und vorher eine für den Feuerwehrberuf geeignete abgeschlossene handwerkliche Berufsausbildung absolviert haben. „Der Feuerwehrberuf braucht fähige Frauen und Männer und muss deshalb auch
finanziell attraktiv sein“, erläuterte der Minister. Mit der landesweiten Kampagne „Feuerwehrensache“ will NRW, möglichst viele junge Menschen für die Freiwilligen Feuerwehren zu begeistern. „Das ist viel
mehr als ein Hobby“, sagte Jäger. „Das ist Dienst an der Gesellschaft. Es geht darum, Verantwortung zu übernehmen. Das Engagement macht aus jungen Menschen sozial kompetente Persönlichkeiten“, meinte der Innenminister.

1 Kommentar
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  1. Sehe ich die vorliegende NRW-Ministeriumsverlautbarung vielleicht zu kritisch?

    Was hat strukturell eine inzwischen dringende und noch viel nachhaltiger umsetzbare Förderung des Ehrenamtes; nicht nur für die Freiwilligen (!) Feuerwehren, sondern auch für die privaten Hilfsorganisationen (sonst mit gleichem Personalstamm zeitgleich (!) entweder Brandbekämpfung oder KatS-Maßnahmen möglich), mit finanziell -erweiterten- Anreizen für die sicherlich ebenfalls „angezeigte“ Wertschätzung für den Feuerwehrberuf zu tun?

    100 neue FW-Fahrzeuge in den nächsten drei Jahren lösen bei 54 Gebietskörperschaften bzw. über 300 NRW-Gemeinden (mit Feuerwehrpflichtaufgaben!), und gleichzeitig jahrzehntelanger Überalterung des aktuellen FW-Fuhrparks nicht das grundsätzliche Demographieproblem bzw. freiwillig abgedeckte Tagesalarmbereitschaft (weil KatS- und FW-Kräfte tagsüber woanders arbeiten, oder durch steigende bzw. fragwürdige Einsatzzahlen (Ölabbindung, Verkehrsschrott zusammenkehren, Bombenentschärfungen, ad-hoc-Flüchtlingseinsätze, etc.) nicht immer öfter von Arbeitgeber freigestellt werden können.
    Was ist eigentlich hier die (Etat-)Aufgabe des Bundeslandes, und was einzelner Gemeinde (Feuerwehrpflichtausstattung und FW-Arbeitgeber) oder Gebietskörperschaft (KatS-Vorbereitung und Rettungsdienstträger; z.B. auch für FW-Sonderfahrzeuge für überregionale Nutzung)? Welcher Anteil ergibt sich durch eine politische Umverteilung der hoffentlich nicht anderweitig gekürzten Feuerschutzsteuer? Oder welche zusätzlichen FW- und KatS-Mittel resultieren wirklich durch eine regierungsentschiedene Ausgabepriorisierung (als demokratisch legitimierte Umverteilungsentscheidung von „begrenzten“ Steuereinnahmen)?
    Nur substantiell unverbindliche Presse-Placebos der politisch zuständigen Führung sind im Angesicht bevorstehender Wahlen durchsichtig (und stets fragwürdig). Aber trotzdem fallen die meisten Medien oft durch nur reine z.T. unbewertete Übernahme staatlich „verteilter“ Pressetexten immer wieder darauf rein!
    Damit hat der Absender bzw. PM-Verursacher seinen Zweck erreicht, und nach der Wahl und nicht mehr zu kaschierende Etatpriorisierten keiner mehr danach fragt, was vor der Wahl als angemessenes Handeln und persönlichen Einsatz für die o.g. „Verbesserungen“ dargestellt wurde.
    Andere Bundesländer tun noch viel mehr für ihre ehrenamtlichen FW- und KatS-Kräfte. Sei es hinsichtlich der sachlichen Mindestausstattung (als Standard in allen Kreisen und Kreisfreien Städten), über mehr Ausbildungs- und Freistellung- und Weiterqualifikationsmaßnahmen, bis hin zur angemessenen Bezuschussung von Unterkünften sowie dezentralen Schulungs- und Kameradschaftsräumen. Bei der Parteienfinanzierung bzw. Pöstchengeschachere wird ja nie gespart!

    Die NRW-Finanzlage lässt allerdings befürchten, das solche Presse-Placebos (wie vorliegend) nur vom politischen Gestaltungsversagen (Was ist im Land wirklich wichtig und wesentlich) ablenken sollen, wenn nach der Wahl andere (Subventions- bzw. Zuschuss-)Empfänger an die Tür der Landespolitik ihren Anteil einfordern werden.

    Dann muss halt die polizeiliche und nicht-polizeiliche Gefahrenabwehr mal wieder in die Röhre gucken. Und die politisch Führung stellt dies dann wieder einmal als Alternativlos dar!

    Wenn wundert da noch der explodierende Protest via Wahlzettel wirklich noch?

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