Enge Kooperation mit Feuerwehren bei Reformen im Brand- und Katastrophenschutz

2. Mai 2017 | Themenbereich: Brandenburg, Feuerwehr - Katastrophenschutz | Drucken

Der Brand- und Katastrophenschutz in Brandenburg steht vor erheblichen Herausforderungen. Aktuell sei der Brand- und Katastrophenschutz im Land „zwar insgesamt gut aufgestellt“, sagte Innenminister Karl-Heinz Schröter auf einer Regionalkonferenz des Landesfeuerwehrverbandes am Samstag in Fürstenwalde/Spree (Landkreis Oder-Spree). Der demografische Wandel mache aber auch vor den Toren der Feuerwehren nicht halt. „Die Feuerwehren stehen vor erheblichen Problemen und Herausforderungen. Daran gibt es nichts zu deuteln“, betonte der Minister. Für ein starkes und zukunftssicheres Netzwerk seien deshalb Veränderungen „unerlässlich“. Das Innenministerium will noch in diesem Jahr ein Konzept zur Zukunft des Brand- und Katastrophenschutzes vorlegen.

Schröter setzt bei der Ausgestaltung der Reformen auf eine enge Zusammenarbeit des Ministeriums mit den Feuerwehren. „Sie sind es, die über langjährige Erfahrungen aus den alltäglichen Einsätzen verfügen. Sie müssen die Vorgaben schlussendlich umsetzen, wenn es sprichwörtlich brennt. Deshalb ist ihre Mitwirkung bei der Evaluierung des Brand- und Katastrophenschutzgesetzes unerlässlich. Die Qualität wird nur besser, wenn die Kameradinnen und Kameraden vor Ort sich weiterhin stark einbringen. Ohne sie geht es nicht“, betonte der Innenminister. Das Rückgrat des flächendeckenden Brand- und Katastrophenschutzes sieht der Minister weiter im Ehrenamt. „Unser Land lebt von der Bereitschaft zum freiwilligen Einsatz unserer Ehrenamtlichen und ihrer Bereitschaft, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen“, betonte er.

Die Zahl der aktiven Feuerwehrangehörigen war zuletzt unter die Marke von 40.000 Einsatzkräften gesunken, weil ausscheidende Feuerwehrleute nicht vollständig durch Neueintritte oder Übernahme von Nachwuchskräften in den aktiven Dienst ersetzt werden konnten. Insgesamt gibt es in Brandenburg 200 Freiwillige Feuerwehren mit 1.774 örtlichen Einheiten, fünf Berufsfeuerwehren und zehn Werkfeuerwehren.

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