BDK trifft Direktionsleitung der Bundespolizeidirektion Hannover

2. Mai 2017 | Themenbereich: Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen | Drucken

Direkt im Anschluss ihrer Vorstandssitzung in Bremen machten sich der Vorsitzende BDK – Verband Bundespolizei, Thomas Mischke und der für die Direktion Verantwortliche Michael Labetzke auf den Weg nach Hannover. Dort wurden sie von Präsident Dr. Kuhlmann sowie dem ständigen Vertreter, Herrn Leitenden Polizeidirektor Przybyla empfangen, um erstmals in dieser Konstellation über die Belange der Kriminalitätsbekämpfung zu sprechen.

Zu Beginn des Gespräches stellte Präsident Dr. Kuhlmann sehr anschaulich die überaus angespannte Personallage innerhalb der Direktion dar. Seitens des BDK wurde dabei auf den Umstand verwiesen, dass rund 41 Kollegen/innen der örtlichen Ermittlungsdienste und damit rund 30% bis einschließlich 2019 in den Ruhestand gehen. Dr. Kuhlmann war sich dessen bewusst, konnte jedoch keinen Personalersatz zusagen. Aufgrund der generellen Überalterung in der Direktion und auch wegen der Tatsache, dass in den nächsten Jahren nicht mit nennenswerten Personalzuflüssen von außerhalb zu rechnen sei, könne er leider nicht für Abhilfe schaffen.

Ebenfalls wurde durch den BDK angesprochen, dass zu mindestens im Bereich der BPOLI Passau aufgrund der aktuellen Lage die Anzahl der abzuordnenden Ermittler durchaus maßvoll reduziert werden könnte. Hier wurde durch den Präsidenten angekündigt, dass absehbar die Zahl von 5 auf 4 Beamte reduziert werden soll.

In dem rund zweistündigen Gespräch wurden auch allgemeine Themen der Kriminalitätsbekämpfung, wie die quasi brachliegende Fortbildung, das Anliegen des BDK nach einer Stärkung der Kriminalitätsbekämpfung, beispielsweise durch eine eigene Direktion K sowie die Einrichtung eines kriminalistischen Aus- und Fortbildungsinstituts angesprochen. Der bevorstehende G20-Gipfel in Hamburg sowie verschiedene Instrumente der Personalwirtschaft zur Entlastung rundeten das Gespräch ab. Präsident Dr. Kuhlmann führte an, dass er grundsätzlich die vermehrte Einstellung von Tarifbeschäftigen unterstütze und er es grundsätzlich auch begrüße wenn Pensionäre ihren Dienst freiwillig temporär verlängerten.

Zum Abschluss bekräftigte Herr Dr. Kuhlmann, dass im Bereich der qualifizierten Fortbildung durchaus auf externe Anbieter, wie z.B. die Kripo-Akademie zurückgegriffen werden könne.

Beide Seiten vereinbarten eine zeitnahe Fortsetzung des Dialogs. Der BDK bedankt sich ausdrücklich für den freundlichen Empfang und das überaus offene wie konstruktive Gespräch.

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