17. Motorradsternfahrt nach Kulmbach

2. Mai 2017 | Themenbereich: Bayern, Verkehr | Drucken

Mehr Sicherheit beim Motorradfahren ist die Hauptbotschaft von Bayerns Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann als Schirmherr der 17. Motorradsternfahrt nach Kulmbach, dem größten Bikertreffen Süddeutschlands. Herrmann ist auch diesmal wieder selbst mit dem Motorrad zur Veranstaltung gefahren. Auf Einladung Herrmanns haben in diesem Jahr auch der langjährige Chef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, und die neue Chefin des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, Jutta Cordt, daran teilgenommen. „Die traditionelle Motorradsternfahrt nach Kulmbach unter dem Motto ‚Ankommen statt Umkommen‘ ist ein wichtiger Programmpunkt in unserem Verkehrsicherheitsprogramm ‚Bayern mobil – sicher ans Ziel'“, erklärte Herrmann. „Wir setzen auf mehr Vernunft bei den Motorradfahrern, eine höhere Aufmerksamkeit bei den Autofahrern und eine noch bessere ‚gebaute Verkehrssicherheit‘.“

„Ganz zentral für mehr Sicherheit beim Motorradfahren ist der Motorradfahrer selbst und die Beherrschung seiner Maschine“, betonte Herrmann. Sehr gewinnbringend seien Fahrsicherheitstrainings, um das eigene Fahrkönnen gerade in Gefahrensituationen zu verbessern und das Verhalten des Motorrads in Extremsituationen besser kennenzulernen. Beispielsweise biete der Landesverband der Bayerischen Fahrlehrer im Vorfeld der Kulmbacher Motorradsternfahrt landesweit rund ein Dutzend kostenloser Fahrsicherheitstrainings an. „Immer gültig ist: Fahren Sie stets vorsichtig, vorausschauend und nicht zu schnell“, rief der Minister die Biker auf.

Nach Herrmanns Worten sollte auch das Motorrad regelmäßig technisch geprüft werden: „Vor allem Bremsen, Licht, Reifen und Fahrwerk müssen unbedingt absolut mängelfrei sein.“ Ebenfalls von großer Bedeutung sei die richtige Schutzkleidung des Bikers, die Unfallfolgen erheblich verrringern kann und für eine gute Erkennbarkeit sorgt. Gleichzeitig appellierte Herrmann an alle anderen Verkehrsteilnehmer, noch stärker auf Motorradfahrer zu achten. „Oftmals kommt es aus Unkenntnis oder Fehleinschätzung zu gefährlichen Situationen. Gerade beim Abbiegen oder Überholen passieren häufig schwere Unfälle, weil einem Motorradfahrer schneller als man meint entgegenkommen oder sie aufgrund ihrer schmalen Silhouette schlecht erkennbar sind.“

Einen Schwerpunkt setzt der bayerische Verkehrsminister auch bei der ‚gebauten‘ Verkehrssicherheit. Dazu gehört, gefährliche Kurven mit einem speziellen Unterfahrschutz an Leitplanken auszurüsten. „Mit unserer Aktion ‚Sichere Motorradstrecken‘ haben wir in den vergangenen Jahren bereits rund 600 Kurven entsprechend nachgerüstet“, erläuterte Herrmann. „In den nächsten Jahren nehmen wir uns bayernweit 250 weitere gefährliche Kurvenbereiche vor.“ Darüber hinaus ging Herrmann auch auf das Programm ‚Sichere Landstraße‘ ein, mit dem unfallträchtige Stellen beseitigt werden sollen, beispielsweise durch Verbesserungen der Fahrbahnoberfläche oder geänderte Fahrbahnverläufe. Laut Herrmann sind für die ‚gebaute Verkehrssicherheit‘ in Bayern bis 2020 insgesamt rund 440 Millionen Euro vorgesehen.

Die Zahl der Motorradunfälle in Bayern ist 2016 im Vergleich zum Vorjahr mit 9.215 weiter gesunken (2015: 9.411). 133 Motorradfahrer kamen dabei ums Leben (2015: 140). 8.117 Motoradfahrer wurden bei den Unfällen verletzt (2015: 8.365). Nähere Informationen zur traditionellen Motorradsternfahrt nach Kulmbach und ihren Partnern wie unter anderem Antenne Bayern, der Bayerischen Polizei, der Kulmbacher Brauerei, dem Landesverband der Bayerischen Fahrlehrer, dem ADAC, dem TÜV, der Landesverkehrswacht Bayern und der Stadt Kulmbach sind im Internet unter www.motorradsternfahrt.de abrufbar.

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