Terror erreicht Sport

13. April 2017 | Themenbereich: Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen, Nordrhein Westfalen | Drucken

„Ein Anschlag in Deutschland war und ist jederzeit möglich, dass es nun den Fußball und auch noch einen Mannschaftsbus mit gleich drei Bomben trifft, ist umso schlimmer. Die feigen Taten sind meist nicht vorhersehbar! Wir wünschen allen Verletzten und Betroffenen gute Genesung und Mut, das Erlebte zu bewältigen.“ So Erich Rettinghaus zum Anschlag auf den Mannschaftsbus des BVB Dortmund.

„Es gilt nun, auf die neuen Facetten des Terrors adäquat zu reagieren, vor allem ohne den Bogen zu überspannen und uns alle in unseren Freiheitsrechten zu sehr einzuschränken. Zunächst ist zu ermitteln, wer die Täter tatsächlich sind, waren es Einzeltäter oder eine Gruppe? Gibt es Hintermänner und wie können wir diese dingfest machen? Die Ermittlungen der Bundesanwaltschaft, welche auf Hochtouren laufen, sind abzuwarten. Die soeben erfolgten Maßnahmen und Festnahmen lassen darauf schließen, das in alle Richtungen ermittelt wird und sich erste Erfolge einstellen. Ein großer Dank und Lob für alle Sicherheitskräfte des Bundes und der Länder! Dennoch sollte das Stadionerlebnis jederzeit immer und überall sicher sein! Die heutigen Spiele stehen unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen.

Die Sicherheitskonzepte des DFB und der Polizei sind konsequent anzuwenden, ohne Ausnahmen. Einlasskontrollen bekommen in Zeiten des Terrors eine ganz andere Bedeutung. Es geht nicht mehr alleine um Bengalos oder gefährliche Gegenstände welche in das Stadion geschmuggelt werden, es geht nun auch darum Bombenanschläge zu verhindern.

Denkbar als mögliche Maßnahmen ist eine weitere Überprüfung und gegebenenfalls eine Evaluierung der bestehenden Sicherheitskonzepte. Sprengstoffspürhunde könnten mehr zum Einsatz kommen, sowohl weit im Vorfeld der Spiele, als auch innerhalb und außerhalb der Stadien. Um das zu gewährleisten, bedarf es weiterer Sprengstoffspürhunde, um entsprechend lageangepasst reagieren zu können.

In Einzelfällen und in besonders schützenswerten Bereichen kann auch durchaus über weitere Metalldetektoren, analog zu Gerichtsgebäuden oder anderen gefährdeten Orten, nachgedacht werden.

Schließlich wird es auf ein schlüssiges zielorientiertes Gesamtkonzept ankommen, viele Einzelmaßnahmen und eine Sensibilisierung aller Menschen hinsichtlich der Wahrnehmung von möglichen Gefahren oder Auffälligkeiten im Umfeld.

Wir dürfen uns vom Terror nicht erpressen lassen. Kein Sicherheitskonzept hat für die Ewigkeit Bestand, sie sind ständig anzupassen.“

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