PKS 2016 – „Die Gesellschaft verroht“

5. April 2017 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen, Mecklenburg-Vorp. | Drucken

„Die Gesellschaft verroht“, so der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Christian Schumacher mit Blick auf die Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) 2016. Auch wenn die Zahl der Wohnungseinbruchdiebstähle gegenüber 2015 um 2,9 Prozent zurückging und durch große Anstrengungen der Polizeibeschäftigten die Aufklärungsquote in diesem Bereich inzwischen auf 35,3 Prozent gesteigert werden konnte, darf nicht verschwiegen werden, dass die Anzahl der polizeilich registrierten Straftaten um 4,9 Prozent auf insgesamt auf 123.061 Fälle gestiegen ist. Das ist kein Grund zu Freude.

Einige Bereiche der PKS geben Anlass zur Sorge. So stieg die Anzahl der sogenannten Rohheitsdelikte und Straftaten gegen die persönliche Freiheit (z.B. Körperverletzung, Widerstandshandlungen gegen die Polizei, Raub, Bedrohung) gegenüber dem Vorjahr mit 8,8 Prozent auf nun insgesamt 16.020 Fälle. Das sind über 1.000 Fälle mehr als 2015.

Es scheint, dass es Teile der Gesellschaft gibt, die mehr und mehr verrohen und auch vor Gewaltanwendung nicht zurückschrecken. Sie vielleicht sogar als legitim und alltäglich ansehen. So berichten viele Polizeibeschäftigte auch von einer Steigerung der Angriffe auf die Polizei.

„Die Bevölkerung muss sich fragen lassen, in welcher Gesellschaft sie leben möchte. In einer Gesellschaft, die von gegenseitigem Respekt und friedlichen Umgang miteinander geprägt ist oder in einer, in der Gewalt und das Faustrecht regiert. Polizistinnen und Polizisten tun ihr Möglichstes, damit die Bevölkerung sicher leben kann. Hier ist aber Jeder aufgefordert, klar und deutlich zu sagen: Gewalt wird nicht toleriert!“, so Schumacher abschließend.

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