Personalverschleiß muss ein Ende haben

3. April 2017 | Themenbereich: Berlin, Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen | Drucken

Planbare Arbeitszeiten werden seit Jahrzehnten durch die DPolG Berlin als ein zentrales Element für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei der Berliner Polizei gefordert. Seit Jahren stellen Abgeordnete hierzu Anfragen im Berliner Abgeordnetenhaus. Die Realität sieht leider niederschmetternd aus, wie der beigefügten Übersicht zur Entwicklung der Alarmdienste (davon Freizeitalarme) und Dienstzeitverlagerungen in den letzten 10 Jahren zu entnehmen ist. Aus den Jahren 2011 und 2015 liegen uns keine Daten vor.

So wurden im Jahr 2016 die absoluten Spitzenwerte von 591 Alarmierungen bei 161 Freizeitalarmierungen, sowie 655 Dienstzeitverlagerungen erreicht. Alle Versprechungen verschiedenster Politiker zur besseren Planbarkeit von Familie und Beruf bleiben somit nur Worte ohne Taten.

Natürlich steigen die Einsatzzahlen, doch das darf nicht alles ohne aufrichtige Lösungssuche auf dem Rücken der Dienstkräfte abgeladen werden. Die DPolG Berlin fordert eine ernsthafte Analyse ohne Scheuklappen und endlich Lösungen!

Bodo Pfalzgraf, Vorsitzender der DPolG Berlin: „Die Einsatzkräfte der Berliner Polizei fahren auf Verschleiß! Alle bisherigen Lösungsansätze, wie Lebensdienstzeitkonten, vermehrte Anforderungen von Fremdkräften oder massive Neueinstellungen wurden entweder nicht verfolgt oder haben bisher keine Wirkung gezeigt!“. Einfache Lösungen gibt es hier nicht, aber alle Verantwortlichen müssen in ihrem Bereich jetzt handeln.

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