Verstärkung für Brandenburger Polizei

31. März 2017 | Themenbereich: Brandenburg, Polizei | Drucken

82 Anwärterinnen und Anwärter für den mittleren Polizeivollzugsdienst haben die zweieinhalbjährige Ausbildung an der Fachhochschule der Polizei in Oranienburg erfolgreich absolviert. Am heutigen Freitag wurden 20 junge Polizeimeisterinnen und 59 Polizeimeister in den Polizeivollzugsdienst verabschiedet. Die Nachwuchskräfte treten bereits morgen ihren Dienst bei der Bereitschaftspolizei (47) oder in einer der vier Polizeidirektionen (31) des Landes Brandenburg an. Ein Polizeimeister wechselt direkt in das Landeskriminalamt. Drei der Absolventen werden im Anschluss an ihre Ausbildung die Laufbahn wechseln und beginnen das Studium für den gehobenen Polizeivollzugsdienst.

Innenstaatssekretärin Katrin Lange betonte bei der feierlichen Übergabe der Zeugnisse an die Polizeimeisterinnen und Polizeimeister: „Sie haben einen abwechslungsreichen, spannenden und verantwortungsvollen Beruf gewählt, der sehr großes Ansehen in der Bevölkerung genießt. Ihre neue Aufgabe wird nun täglich andere Herausforderungen bereithalten. Die Polizei leistet Hilfe rund um die Uhr, in größter Not und Gefahr, aber auch bei kleineren alltäglichen Problemen. Mit dieser Arbeit übernehmen eine hohe Verantwortung für die Freiheit und Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger unseres Landes.“

Gleichzeitig wies Lange auf die Risiken des Polizeiberufes hin. „In Ausübung Ihres Berufes werden Sie die Schattenseiten der Gesellschaft kennenlernen, Sie werden möglicherweise auch selbst Ziel von Gewalt sein. Doch die positiven Seiten werden überwiegen. Denn von der Gesellschaft gebraucht zu werden und für das Gesetz einzutreten, wird Sie mit großer Zufriedenheit erfüllen“, sagte die Innenstaatssekretärin.

Die Polizei-Fachhochschule verabschiedete zudem neun Polizistinnen und 18 Polizisten, die in den vergangenen sechs Monaten erfolgreich den Aufstiegslehrgang vom mittleren zum gehobenen Polizeivollzugsdienst absolviert haben. An dem Lehrgang nahmen auch zwei Beamte des Deutschen Bundestages teil. Die Fachhochschule bietet die Aufstiegsfortbildung zweimal pro Jahr an. Zu den Fächern gehören dabei Einsatz- und Führungslehre, Rechtswissenschaften sowie Kriminal- und Sozialwissenschaften.

An die Aufsteigerinnen und Aufsteiger gerichtet, sagte Lange: „Ein Wechsel in eine höhere Laufbahn ist mit einem nochmals höheren Anspruch und zusätzlicher Verantwortung verbunden. Dass Sie sich dieser Herausforderung gestellt haben, zeugt von hoher Motivation, persönlichem Engagement und der Bereitschaft, sich aktiv in die immer anspruchsvollere Arbeit der Polizei unseres Landes einzubringen.“

Fortschritte gibt es unterdessen bei der Schaffung von dringend benötigtem bezahlbarem Wohnraum für die Polizeianwärter am Standort Oranienburg. Hierfür werden vom Landkreis Oberhavel drei Containerwohnblöcke in der Dr.-Heinrich-Byk-Straße zur Verfügung gestellt. Einer dieser Blöcke, der bisher für die Schülerinnen und Schüler des Oberstufenzentrums vorgesehen war, ist bereits möbliert und kann mit 25 Einzelzimmern ab dem 1. April 2017 vermietet werden. Die beiden anderen Blöcke mit weiteren 50 Plätzen müssen noch entsprechend hergerichtet und ausgestattet werden. Eine Nutzung zum Oktober 2017 wird angestrebt. Die Vermietung erfolgt über eine Tochterfirma des Landkreises Oberhavel, die Oberhavel Holding Besitz- und Verwaltungsgesellschaft mbH (OHBV) unmittelbar an die Anwärterinnen und Anwärter. Die Warmmiete wird 235 Euro betragen.

„Damit haben wir jetzt endlich einen Einstieg in die Lösung des Wohnungsproblems für unseren Polizeinachwuchs in Oranienburg gefunden. Die konstruktive Zusammenarbeit mit dem Landkreis Oberhavel hat dies ermöglicht. Dafür sind wir sehr dankbar“, sagte Staatssekretärin Lange. Anders als andere Polizeifachhochschulen in Deutschland verfügt die Hochschule in Oranienburg nicht über eigene Wohnheime oder andere Unterkünfte für ihre Studenten („Campuskonzept“). Mit der deutlichen Zunahme der Anwärterzahlen in den letzten Jahren und der Entwicklung des Wohnungsmarktes im boomenden Einzugsbereich von Berlin stellte sich das Problem zuletzt immer drängender. „Jetzt aber kann eingezogen werden – wenigstens in das erste Gebäude. Das ist eine gute Nachricht für unseren Polizeinachwuchs“, so Lange abschließend.

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