Neuer Stützpunkt der Flugbereitschaft Luftrettungsstaffel Bayern

27. März 2017 | Themenbereich: Bayern, Feuerwehr - Katastrophenschutz | Drucken

„Mit der Luftrettungsstaffel haben wir in Bayern ein Instrument im Katastrophenschutz, das sich jahrzehntelang bewährt hat und in dieser Form einmalig in Deutschland ist.“ Das sagte heute Bayerns Innenminister Joachim Herrmann bei der feierlichen Einweihung des neuen Stützpunktes der Flugbereitschaft Oberbayern der Luftrettungsstaffel Bayern in Oberpfaffenhofen. Die Einsatzpiloten und Luftbeobachter werden in Oberbayern speziell geschult und gezielt trainiert. Herrmann freute sich darüber, dass sich die Flugsportgruppe im deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt Oberpfaffenhofen zum Beitritt zur Luftrettungsstaffel Bayern entschieden hat und nun der Sonderflughafen Oberpfaffenhofen den neuen Stützpunkt beheimatet. Aktuell stehen hier 22 Einsatzpiloten mit acht Motormaschinen zur Verfügung, die alle für den digitalen Funk der Behörden mit Sicherheitsaufgaben vorgerüstet sind.

Seit mittlerweile fast fünf Jahrzehnten leiste die Staffel Bayern einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger, so Herrmann. „Es ist wirklich beruhigend zu wissen, mit der Luftrettungsstaffel Bayern ein so wirksames Vorsorgeinstrument bei der vorbeugenden Luftbeobachtung von Waldbränden oder von Naturgefahren zu haben.“ Je nach Wetterlage wende der Freistaat hier im Jahr zwischen 50.000 und 200.000 Euro auf. „Das ist in meinen Augen gut angelegtes Geld“, so der Innenminister. Den bayerischen Katastrophenschutzbehörden stünden bei Bedarf flächendeckend zum Selbstkostenpreis Luftfahrzeuge und ehrenamtliche Pilotinnen und Piloten zur Verfügung, ohne dass der Freistaat selbst Luftfahrzeuge vorhalten und Piloten ausbilden muss. Die Flugbereitschaft Oberbayern hat in Eichstätt, Erding, Pfaffenhofen an der Ilm, Mühldorf am Inn, Ohlstadt, Königsdorf und jetzt neu in Oberpfaffenhofen sieben Stützpunkte mit insgesamt 48 Beobachtungsflugzeugen, einem Hubschrauber und 100 Einsatzpiloten stets abrufbereit. Herrmann: „Das ist vor allem für die vorbeugende Waldbrandbekämpfung wichtig. Seit Jahren bilden dabei Behörden, Luftbeobachter und Luftrettungsstaffel Bayern ein eingespieltes Team.“ Die Luftrettungsstaffel Bayern umfasst derzeit insgesamt rund 300 ehrenamtlich tätige Pilotinnen und Piloten mit mehr als 150 Beobachtungsflugzeugen und fünf Hubschraubern, die auf 32 Flugplätzen in ganz Bayern verteilt sind. Außerdem sind in Bayern momentan etwa 250 Luftbeobachter aktiv.

Herrmann würdigte die immensen Anstrengungen, die hinter der Hilfeleistung der Einsatzkräfte der Luftrettungsstaffel Bayern stehen und die Außenstehenden oft gar nicht so bewusst seien: „Dass dies alles ehrenamtlich geschieht, können wir gar nicht hoch genug schätzen. So sind es die Einsatzkräfte der Luftrettungsstaffel Bayern, die immer wieder Feuerstellen frühzeitig orten und andere Einsatzkräfte zeitnah an das Geschehen heranführen. Sie wenden damit nicht nur Gefahren für Leib und Leben sowie materielle Schäden in Millionenhöhe ab. Sie beeinflussen auch das Sicherheitsgefühl unserer Bevölkerung nachhaltig positiv.“

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