Drei Projekte mit Landespräventionspreis ausgezeichnet

27. März 2017 | Themenbereich: Prävention, Rheinland-Pfalz | Drucken

Innenminister Roger Lewentz hat drei herausragende Projekte und Initiativen aus Ludwigshafen, Ingelheim und Frankenthal mit dem Landespräventionspreis 2016 gewürdigt. „Jedes Jahr zeigen uns die vielfältigen Bewerbungen, dass Prävention einen hohen Stellenwert in der Gesellschaft hat. Auch in diesem Jahr haben sich zahlreiche Menschen in höchstem Maße und auf unterschiedlichste Art und Weise dafür eingesetzt, dass ein friedliches Zusammenleben ermöglicht werden kann – und das vor allem durch Kommunikation und Aufklärung“, hob Lewentz bei der Verleihung am Montag in Mainz hervor.

Mit dem Landespräventionspreis hat der Landespräventionsrat 2012 eine Plattform geschaffen, die nicht nur kreative Lösungen für ein friedlicheres Zusammenleben auszeichnet, sondern durch die Vorstellung erfolgreicher Präventionsprojekte zum Nachahmen animiert. „Abgucken ist in der Prävention nicht nur erlaubt, sondern durchaus erwünscht. Neue Initiativen bereichern die Präventionsarbeit und verdichten das Netzwerk. Kriminalprävention kann nicht Aufgabe eines Einzelnen sein, und in Rheinland-Pfalz ist sie das auch nicht“, so Lewentz.

Der Landespräventionspreis wird jährlich vom Landespräventionsrat vergeben und ist mit einem Preisgeld von 5000 Euro dotiert, das für die Fortführung des eingereichten oder für die Entwicklung eines neuen kriminalpräventiven Projektes zweckgebunden verwendet werden muss. „Besonders über die Einsendungen von Projekten aus den Gremien der kommunalen Kriminalprävention haben wir uns seitens der Jury sehr gefreut. Die Arbeit der kommunalen Kriminalpräventionsräte ist sehr wichtig, denn sie agieren als Bindeglied zwischen den verschiedenen Interessensgruppen in den Kommunen sowie der Verwaltung und der Polizei“, sagte Wolfgang van Vliet, der Vorsitzende des Landespräventionsrates. Weitere Informationen zum Landespräventionspreis finden Sie hier.

Mit einem abwechslungsreichen Jahresprogramm feiert die Leitstelle Kriminalprävention 2017 ihr 20-jähriges Bestehen. Höhepunkt des Jubiläumsprogramms wird der Tag der Prävention am 6. September 2017 sein. Die gesamte Jahresplanung finden Sie unter www.kriminalpraevention.rlp.de.

Folgende Projekte wurden mit dem Landespräventionspreis 2016 ausgezeichnet:

1. Preis Integrierte Gesamtschule Ludwigshafen-Gartenstadt: „SicherheitsberaterInnen für SchülerInnen“

Die IGS Ludwigshafen-Gartenstadt bildet Schülerinnen und Schüler in Sicherheitsfragen aus, die als vertrauenswürdige Ansprechpartner und Multiplikatoren fungieren und als Bindeglied zwischen Mitschülern, der Polizei und den Kooperationspartnern agieren. Sie sollen aufmerksam sein, nicht wegschauen und für ein gutes soziales Klima sorgen. Eine Kernaufgabe ist, über aktuelle Sicherheitsthemen aus der realen und der digitalen Welt (z. B. Cybermobbing) zu informieren und Ansprechpartner der kooperierenden Institutionen zu vermitteln.

2. Preis Stadt Ingelheim: „Auf Augenhöhe – Ein Projekt zur Integration von Alteingesessenen und neu Angekommenen“

Übergeordnetes Ziel des Projektes war es, Menschen mit und ohne Fluchterfahrung als Gleichberechtigte und Partner zusammenzubringen, damit sie sich kennenlernen und miteinander ins Gespräch kommen können. Im direkten Austausch zwischen Alteingesessenen und Flüchtlingen wurden Fluchtursachen erörtert und Fluchtfolgen beleuchtet. Anschließend erarbeiteten insgesamt 23 Frauen und Männer verschiedener Herkunft mit und ohne Fluchtgeschichte, unterschiedlichen Glaubens, Bildungsstands und beruflicher Erfahrung Regeln und Rahmenbedingungen für ein friedliches Zusammenleben in Ingelheim.

3. Preis Südwestdeutscher Fußballverband e.V.: „Anstoß für ein neues Leben: Schiedsrichterlehrgang für Strafgefangene“

Seit 2015 können Strafgefangene der JVA Frankenthal an einem sechswöchigen Schiedsrichterlehrgang teilnehmen. Sechs Absolventen konnten ihre erworbenen Kompetenzen im Umkreis Ludwigshafen/Frankenthal bereits erfolgreich in der Praxis einsetzen. Einer der ausgebildeten Schiedsrichter wurde bereits bei mehr als 70 Spielen eingesetzt und kann nun nach einer zusätzlichen theoretischen und konditionellen Leistungsprüfung im Kreis auch als Schiedsrichter und Schiedsrichterassistent bei Spielen der Bezirksliga eingesetzt werden.

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