Justizministerin eröffnet Anne-Frank-Ausstellung in Jugendanstalt Hameln

16. März 2017 | Themenbereich: Justiz, Niedersachsen | Drucken

Am heutigen Donnerstag (16.3.) hat die Niedersächsische Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz vor rund 100 Besucherinnen und Besuchern die Anne Frank-Wanderausstellung „Lasst mich ich selbst sein“ in der Jugendanstalt Hameln eröffnet. Die Ministerin hat die Schirmherrschaft für die Ausstellung in Deutschlands größter Jugendstrafvollzugseinrichtung übernommen. Zwanzig eigens durch Pädagogen des Anne Frank Zentrums ausgebildete junge Gefangene leiten jugendliche Besucherinnen und Besucher als Peer Guides durch die Ausstellung.

Justizministerin: „Das was wir hier erleben ist ein Paradebeispiel für gelebte Opferorientierung im Justizvollzug. Wir wollen die Gefangenen darin unterstützen, sich um eine Wiedergutmachung gegenüber den Opfern, aber auch gegenüber der Gesellschaft zu bemühen. Das gelingt bei dieser Ausstellung in hervorragender Weise. Ich bin stolz darauf, dass die jungen Peer Guides einen aktiven Beitrag zur Demokratieförderung und Radikalisierungsprävention – und damit auch zur Wiedergutmachung – leisten.“

Vom 20. März bis zum 7. April 2017 kann die speziell für jungen Menschen konzipierte Ausstellung nach vorheriger Anmeldung montags bis freitags von 16.30 bis 18.30 Uhr besucht werden. Andere Zeiten sind nach Vereinbarung möglich. Interessierte und Gruppen können sich bei Dietmar Müller (Dietmar.Mueller2@justiz.niedersachsen.de) anmelden. Die Ausstellungsbegleitungen durch Peer Guides ist vor allem für Jugendgruppen und Schülerinnen und Schüler ab der 9. Klasse gedacht.

Die Wanderausstellung des Anne Frank Hauses Amsterdam und des Anne Frank Zentrums Berlin zeigt die Lebensgeschichte von Anne Frank, stellt Initiativen gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus vor und geht der Frage nach, wie die Gesellschaft diesen radikalen Einstellungen heute begegnen kann.

Kern des Ausstellungsprojekts ist der pädagogische Ansatz der Peer Education, d.h. „Jugendliche begleiten Jugendliche“. Durch den Einsatz so genannter „Peer Guides“ sollen die jungen Besucherinnen und Besucher zu einer aktiven Auseinandersetzung mit dem Thema ermutigt werden. Auch in der Jugendanstalt Hameln führen „Peer Guides“ durch die Ausstellung. Dazu lernen junge Gefangene in einem Trainingsseminar die Inhalte und Hintergründe der Ausstellung sowie Methoden der Vermittlung kennen.

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