Immer noch hohe Zahl von Wohnungseinbrüchen

14. März 2017 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen, Rheinland-Pfalz | Drucken

Mitte März hat Innenminister Roger Lewentz die Kriminalstatistik des Jahres 2016 vorgestellt. Ergänzt wurde die Darstellung durch LKA-Präsident Johannes Kunz. Die GdP Teilt dazu mit: Dass Innenminister Roger Lewentz vor dem Hintergrund all der anderen Herausforderungen, wie Schutzmaßnahmen, Antiterroreinsätze, Event- und Demonstrationslagen, ganz ausdrücklich die außerordentliche Leistung der Polizei bei der Bearbeitung von Strafsachen hervorgehoben hat, hat die GdP gerne gehört und verbindet damit natürlich die Forderung, in den kommenden Jahren konsequent den Personalaufwuchs für die Polizei zu organisieren.
Die ganze Polizei setze auf den eingeleiteten Personalaufwuchs der kommenden Jahre.
Gut sei auch die objektive und ungeschönte Darstellung der Kriminalitätslage, erklärt GdP-Landesvize Bernd Becker unter Bezugnahme auf die deutlich angestiegene Kriminalität durch Zuwanderer.

Durch die Medien auf dieses Phänomen angesprochen, entgegnete Becker: „Es passiert nichts, von dem wir nicht annehmen konnten, dass es passieren wird. Menschen in solchen Lebenssituationen werden immer mehr Straftaten begehen, als andere“. In ihrer Hochzeit sei die Migrationsbewegung eine große Herausforderung gewesen, die jetzt langsam abflache. Die Polizei habe sich auch dieser Herausforderung professionell und konsequent gestellt.

Dem Gewerkschafter bereiten weitere und andere Phänomene Sorge, etwa die insgesamt immer noch hohe Zahl von Wohnungseinbrüchen durch mutmaßlich internationale und gewerbliche Tätergruppen. Becker: „Ich hoffe sehr, dass der Rückgang in diesem Bereich um 5 Prozent die Einleitung einer Trendwende ist. Die erhebliche Personalinvestition scheint sich langsam auszuzahlen“. Allerdings merkt er an, dass das dort eingesetzte Personal in den Kriminal- und Polizeiinspektionen zur Bewältigung des Alltags fehle. Die Bekämpfung dieser überörtlichen Schwerkriminalität dürfe nicht zu Lasten der Ermittlung örtlicher Täter führen.

Als kriminalpolitisch bedenklich und intern sehr ärgerlich bezeichnet die GdP den statistischen Umgang mit dem Thema „cybercrime“. Bundesweit werden mehrere Hunderttausend Straftaten mit Geschädigten in Deutschland in der PKS (Pol. Kriminalstatistik) nicht erfasst, weil sich keine Anhaltspunkte dafür finden, dass der benutzte Rechner in Deutschland steht. GdP-Fachmann Becker findet es in dem Zusammenhang aller Ehren wert, dass LKA-Chef Johannes Kunz dieses Phänomen offen angesprochen hat. Er geht von über 10.000 solcher Straftaten für Rhein-land-Pfalz aus.

Becker: „Für unsere Kolleginnen und Kollegen entsteht das Gefühl, dass ihre Arbeit sich statistisch nicht niederschlägt und nicht gewürdigt wird“. Kriminalpolitisch sei es der Versuch, den rasanten Anstieg dieser Straftaten nicht in aller Härte zu dokumentieren.

Hinzu komme, dass das Dunkelfeld dieser Internetkriminalität durch nicht angezeigte Straftaten nach wissenschaftlichen Untersuchungen enorm groß sei. Die Schadenssummen steigen, so die GdP, und die Täter sitzen in aller Regel irgendwo auf der Welt. Die GdP sieht an dieser Stelle eine Riesenherausforderung, der man nur durch mehr und besonders qualifiziertes Personal begegnen könne.
Becker: „Wir dürfen keinen rechtsfreien Raum im Internet entstehen lassen“.

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