Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus jetzt mit drei Regionalbüros in Niedersachsen vertreten

13. März 2017 | Themenbereich: Innere Sicherheit, Niedersachsen | Drucken

Die „Mobile Beratung Niedersachsen gegen Rechtsextremismus für Demokratie“ ist neben der Zentrale beim Landes-Demokratiezentrum in Hannover ab sofort mit Regionalbüros in Oldenburg, Verden und Wolfsburg vertreten. Ausgebildete Beraterinnen und Berater stehen bei Fragen im Zusammenhang mit Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus zur Verfügung und leisten sowohl Präventionsarbeit als auch Intervention bei rechtsextremen Vorkommnissen. Das Angebot ist kostenlos und vertraulich. Angesprochen sind Vereine, Verbände, Bürgerbündnisse, Institutionen, Kommunen sowie Schulen, Eltern und Angehörige.

An die Mobile Beratung können sich beispielsweise Eltern oder Vereine wenden, wenn sich Jugendliche radikalisieren und in die rechtsextreme Szene einsteigen. Auch Informationen zum Umgang mit rassistischen Äußerungen oder die Einordnung von Symbolen, Kleidung oder Musikbands können bei den Regionalbüros erfragt werden. Darüber hinaus stehen die Beraterinnen und Berater für Fortbildungen, Workshops sowie Moderation von Dialogforen oder Bürgerversammlungen zur Verfügung.

Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz: „Die Zugehörigkeit zur rechtsextremen Szene ist heute schwerer zu erkennen als früher. Glatze und Springerstiefel sind nur noch selten zu sehen. Da ist es besonders wichtig Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner vor Ort zu haben, die die konkreten Entwicklungen und Probleme mitbekommen und einordnen können. Das kann man nicht zentral aus Hannover heraus leisten. Dafür ist lokale Vertrauens- und Beziehungsarbeit notwendig.“

Betreiber der Regionalbüros sind zivilgesellschaftliche Träger (ZDB: Regionalbüro Süd/Ost in Wolfsburg; Wabe e.V.: Regionalbüro Nord/Ost in Verden; IBIS e.V.: Regionalbüro Nord/West in Oldenburg), die über langjährige Erfahrung im Bereich der Beratungs- und Präventionsarbeit verfügen. Das Landes-Demokratiezentrum Niedersachsen unterstützt die Träger mit jeweils 100.000 Euro aus Mitteln des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Die „Mobile Beratung Niedersachsen gegen Rechtsextremismus für Demokratie“ bietet bereits seit einigen Jahren Präventions- und Beratungsangebote bei rechtsextremen Vorfällen an. Die Koordination und die hauptamtlich tätigen Personen waren bisher aber ausschließlich in Hannover angesiedelt und hatten Unterstützung durch Honorarkräfte in den Regionen.

Die Regionalbüros „Mobile Beratung Niedersachsen – Gegen Rechtsextremismus für Demokratie“ sind erreichbar unter:

Landes-Demokratiezentrum Niedersachsen
landes-demokratiezentrum@lprnds.de

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