Kampf gegen Wohnungseinbrecher

7. März 2017 | Themenbereich: Aktuell, Bayern | Drucken

Im Kampf gegen Wohnungseinbrecher ist der Bayerischen Polizei gemeinsam mit der Polizei Baden-Württemberg ein wichtiger Ermittlungserfolg gelungen. Die bei den Polizeipräsidien Schwaben Süd/West und Ulm angesiedelte Ermittlungsgruppe ‚Feuersee‘ konnte unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Memmingen eine zweiköpfige Einbrecherbande aus Serbien hinter Gitter bringen, wie die Ermittler heute bekanntgaben. Nach derzeitigem Stand stehen die beiden Beschuldigten in Verdacht, mehr als 50 Wohnungseinbrüche begangen zu haben. Der hierbei entstandene Beuteschaden wird auf mehr als 160.000 Euro geschätzt.

Für Bayerns Innenminister Joachim Herrmann ist der gemeinsame Ermittlungserfolg ein Beleg, wie wichtig die länderübergreifende Zusammenarbeit gegen internationale Einbrecherbanden ist. „Unsere Kooperationsvereinbarung mit Baden-Württemberg hat sich außerordentlich bewährt, um gemeinsam gegen die Einbruchskriminalität noch schlagkräftiger vorzugehen“, so Herrmann. Für Donnerstag,  9. März, bis Samstag, 11. März 2017, kündigte der bayerische Innenminister eine gemeinsame länderübergreifende Fahndungs- und Kontrollaktion an, zu der sich die Polizeien aus Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz zusammengeschlossen haben.

„Wir haben insbesondere reisende Tätergruppen auf überregionalen Verkehrswegen im Blick“, erläuterte Herrmann. „Damit erhöhen wir den Fahndungsdruck auf Einbrecherbanden.“ Daneben würden die Fahnder aber auch besonders auf Kraftfahrzeugdiebstahl und Rauschgiftkriminalität achten. Koordiniert werden die länderübergreifenden Schwerpunktkontrollen von den jeweiligen Landeskriminalämtern. Auf bayerischer Seite führen alle Polizeipräsidien entsprechende Kontrollaktionen durch, auch mit Unterstützung durch die Bayerische Bereitschaftspolizei.

 

Basis der gemeinsamen länderübergreifenden Kontrollaktion gegen Einbrecherbanden ist die Kooperationsvereinbarung zur Bekämpfung der Wohnungseinbruchskriminalität, die Herrmann am Rande der Innenministerkonferenz im Juni 2016 mit seinen Ministerkollegen aus Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz unterzeichnet hat. Kern der Vereinbarung ist ein 8-Punkte-Programm, das insbesondere einen schnelleren und besseren Informationsaustausch, eine stärkere gemeinsame Täterfahndung sowie eine noch intensivere Zusammenarbeit bei konkreten Ermittlungsverfahren und in der Prävention vorsieht. Vorbild war eine bereits im Sommer 2015 mit Baden-Württemberg geschlossene Kooperationsvereinbarung zur gemeinsamen Einbruchsbekämpfung.

 

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