Durchsuchungen bei Personen im Umfeld des „Freundeskreises Thüringen/Niedersachsen“

28. Februar 2017 | Themenbereich: Innere Sicherheit, Niedersachsen | Drucken

Im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens der Staatsanwaltschaft Göttingen gegen sechs Personen, die dem Umfeld des „Freundeskreises Thüringen/Niedersachsen“ zugerechnet werden, hat die Polizei aufgrund von Durchsuchungsbeschlüssen des Amtsgerichts Göttingen in den frühen Morgenstunden im Rahmen eines Großeinsatzes ein Objekt in der Stadt Göttingen, vier Objekte im Landkreis Göttingen und ein weiteres im Bereich Thüringen durchsucht.

Dazu hier ein Zitat des Niedersächsischen Ministers für Inneres und Sport, Boris Pistorius:

„Ich bedanke mich bei den eingesetzten Polizistinnen und Polizisten für den heutigen Einsatz. Extremisten haben keinen Platz bei uns in Niedersachsen. Diese Gruppe von Nazis tritt immer wieder aggressiv und martialisch auf. Führende Mitglieder bezeichnen sich wie selbstverständlich als Nationalsozialisten, es gibt eine klar rassistische und völkische Ausrichtung. Der heutige Einsatz hat gezeigt, dass einige Mitglieder auch vor der Selbstbewaffnung nicht zurückschrecken, um die Ziele der Gruppierung durchzusetzen. Insofern können wir heute von einem Erfolg im Kampf gegen rechts in unserem Land sprechen. Wir müssen weiter wachsam bleiben, weil wir leider auch beobachten, dass die Gewalt in der Szene zunimmt.“

Hier eine kurze Einschätzung des Niedersächsischen Verfassungsschutzes zu der Gruppierung:

Der Freundeskreis Thüringen / Niedersachsen (FKTN) wird seit Juli 2016 vom Niedersächsischen Verfassungsschutz beobachtet. Es liegen Erkenntnisse vor, dass der FKTN eine rechtsextremistische, insbesondere asyl- und fremdenfeindliche, Ideologie im Sinne des Niedersächsischen Verfassungsschutzgesetzes (§ 3 NVerfSchG) verfolgt.

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