Richtungsweisendes Stoppsignal für Teilnehmer illegaler Autorennen

27. Februar 2017 | Themenbereich: Verkehr | Drucken

Als richtungsweisendes Signal für Teilnehmer illegaler Autorennen auf Deutschlands Straßen hat die Gewerkschaft der Polizei (GdP) das Urteil vor dem Berliner Landgericht bezeichnet. „Seit Jahren schon betonen wir, dass diese Rennen eine Gefahr für die Allgemeinheit sind, bei denen immer wieder Unbeteiligte, ob Autofahrer, Radfahrer oder Fußgänger, rücksichtslos gefährdet werden“, sagte der GdP-Bundesvorsitzende Oliver Malchow am Montag nach dem Richterspruch.
„Seit heute ist klar, wer bei extremer Geschwindigkeitsüberschreitung über mehrere rote Ampeln rast, nimmt den Tod von Menschen billigend in Kauf und setzt sein Fahrzeug als gemeingefährlichen Gegenstand ein. Dadurch wird der Raser zum Mörder“, betonte Malchow.

Illegale Straßenrennen seien keine Bagatelldelikte. „Da fährt man mit 180 Stundenkilometer durch Innenstädte“, betonte Malchow. Dem Imponiergehabe der zumeist jungen Raser habe jetzt die Justiz ein „unmissverständliches Stoppsignal“ entgegengehalten, um die Gesundheit der Bürger besser zu schützen, und zugleich Nachahmer abzuschrecken. Härtere Strafen seien ein notwendiger Schritt, weil in der Vergangenheit es wiederholt in Städten bei illegalen Autorennen zu schweren Unfällen mit Todesopfern gekommen sei, sagte der GdP-Bundesvorsitzende. „Wir begrüßen, dass die Richter rechtliches Neuland betreten haben und mit Würdigung des entsetzlichen Unfalls das Strafmaß voll ausgeschöpft haben.“