Ein richtungsweisender Schritt in die richtige Richtung für unsere Polizei

20. Februar 2017 | Themenbereich: Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen, Niedersachsen | Drucken

Der Landesvorsitzende Ulf Küch war am 14.2.2017 auf Einladung Gast der FDP-Fraktion anlässlich deren Tagung im Kloster Wöltingerode. Ulf Küch erhielt die Gelegenheit die Sorgen und Nöte, insbesondere die vollkommene Überalterung der Kripobereiche im Kontext zu den bevorstehenden Pensionierungswellen vorzustellen und anhand der vorliegenden Zahlen auch zu untermauern.
Ein richtungsweisender Schritt in die richtige Richtung für unsere Polizei Niedersachsen im 21. Jahrhundert

Nunmehr liegt das Papier der FDP vor, in welchem sich auch sehr zentrale Forderungen des BDK befinden. Es findet unsere Unterstützung, da es endlich auch deutlich macht, dass Einheitsausbildung und permanente Gleichmacherei nicht in die Zukunft passen, sondern abgelegt werden sollten und neue Wege in die niedersächsische Polizei eröffnet werden müssen, um auch jungen Menschen mit mittlerer Reife Perspektiven anzubieten, ohne von der zweigeteilten Laufbahn abzurücken.

Und hier der Text der FDP Verlautbarung im Zitat:

„Die FDP-Fraktion fordert ein umfassendes neues Konzept für die Ausbildung im niedersächsischen Polizeidienst. „Wir wollen den Polizeiberuf deutlich attraktiver gestalten. Dazu gehört es auch, die Zugangsmöglichkeiten zu diesem Berufsfeld nicht unnötig zu erschweren. Auch mit einem mittleren Bildungsabschluss müssen Schulabgänger gute Chancen für den Einstieg in den Polizeidienst haben. Dies soll jedoch nicht zu einer Wiedereinführung des Mittleren Dienstes bei der Polizei führen. Stattdessen könnte nach dem Schulbesuch über eine duale Ausbildung in der Bereitschaftspolizei auf den Einsatz im Streifendienst vorbereitet werden“, erklärt der innenpolitische Sprecher der Fraktion, Jan-Christoph Oetjen. Ferner solle der Direkteinstieg bei der Kriminalpolizei wieder ermöglicht werden.

Auf diesem Wege sei der Bedarf nach qualifiziertem Polizeinachwuchs künftig deutlich leichter und besser zu decken. „Aktuell sehen viele Polizeianwärter ihre Ausbildung dort lediglich als Zwischenstation bis sie beispielsweise ein Jurastudium beginnen. Durch die vielen Abbrecher können die Abgänge bei der Polizei nicht aufgefangen werden. Das ist eine sehr unbefriedigende Situation. Es braucht Nachwuchskräfte, die sich langfristig für die Polizeilaufbahn entscheiden. Bislang bleibt vielen interessierten Realschülern der Zugang verwehrt. Dies wollen wir ändern“, erklärt Oetjen weiter.

Hintergrund: Die FDP-Fraktion erarbeitete im Rahmen ihrer Klausurtagung vom 14. – 15. Februar 2017 ein umfassendes Papier zur Sicherheitspolitik, das unter anderem Vorschläge für eine attraktivere Gestaltung des Polizeiberufes durch erleichterte Zugangsmöglichkeiten zur Polizeiausbildung beinhaltet“

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