Tausende von Demonstranten nehmen die Landesregierung in die Pflicht

10. Februar 2017 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen, Nordrhein Westfalen | Drucken

7000 Beschäftigte von Polizei und Feuerwehr, aus Schulen und Hochschulen, den Finanzämter und Gerichten sowie der Landesverwaltung sind heute in Düsseldorf für einen deutlichen Anstieg ihrer Einkommen auf die Straße gegangen. Mit der Demonstration, zu der die Gewerkschaft der Polizei (GdP), die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, die Bildungsgewerkschaft GEW und der Deutsche Beamtenbund aufgerufen haben, haben die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes ihrer Forderung Nachdruck verliehen, in Zukunft genauso bezahlt zu werden, wie die Beschäftigten beim Bund und den Kommunen und in der Privatwirtschaft.
„Mit den Einkommen, die wir IT-Spezialisten oder DNA-Experten bei der Polizei anbieten, sind wir schon heute kaum noch wettbewerbsfähig. Wenn wir diese Lücke nicht endlich schließen, müssen wir uns nicht wundern, wenn in Zukunft Verbrecher auch deshalb frei herum laufen, weil es uns nicht mehr gelingt, genügend gut qualifizierte junge Menschen für die Arbeit bei der Polizei zu gewinnen“, warnte während der Demonstration GdP-Landesvorsitzender Arnold Plickert. Weil die Bundesländer seit der Föderalismusreform selber über die Einkommen ihrer Beschäftigten entscheiden, verdienen die Polizistinnen und Polizisten und die Tarifbeschäftigen in den Polizeibehörden in NRW heute bereits vier Prozent weniger, als ihre Kolleginnen und Kollegen, die die gleiche Arbeit beim Bund oder den Kommunen machen. „Diesen Irrsinn müssen wir endlich beenden. Gleiche Arbeit muss gleich bezahlt werden!“, fordert der GdP-Vorsitzende.

Mit der Demonstration haben die Gewerkschaften auch die rot-grüne Landesregierung in die Pflicht genommen. „Dass in Potsdam und nicht in Düsseldorf über den Tarifabschluss für die Länder verhandelt wird, heißt nicht, dass sich Hannelore Kraft aus den Tarifverhandlungen raushalten kann“, sagte Plickert. „Als Ministerpräsidentin des größten Bundeslandes muss Kraft dafür sorgen, dass die Länder ihren Beschäftigten endlich ein Gehalt zahlen, das auch gegenüber anderen Branchen attraktiv ist. Sonst kann das Land seinen Bürgern nicht mehr die Leistungen bieten, auf die sie einen Anspruch haben. Von mehr Sicherheit für die Menschen, über moderne Bildung bis zu einer funktionierenden Infrastruktur.“

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