„Förderung von Präventionsprojekten ist eine gute Investition“

9. Februar 2017 | Themenbereich: Brandenburg, Prävention | Drucken

„Jugendreporter vor Ort“, „Grenzwerte Plus“ oder „Am Rande des Regenbogens“ – so heißen einige der Projekte, die nach der Entscheidung des Beirates des Landespräventionsrates Brandenburg im Jahre 2017 gefördert werden. Der Beirat des Landespräventionsrates gab unter Vorsitz von Innenminister Karl-Heinz Schröter grünes Licht für die Förderung von insgesamt 17 neuen Projekten, wie Ministeriumssprecher Ingo Decker am Donnerstag in Potsdam mitteilte. Hinzu kommen fünf mehrjährige Projekte, deren Förderung bereits in früheren Jahren bewilligt wurde. Für die insgesamt 22 Projekte stehen in diesem Jahr Fördermittel in Höhe von knapp 264.000 Euro zur Verfügung.

„Im Mittelpunkt der meisten Fördermaßnahmen stehen Kinder und Jugendliche“, erläuterte Schröter: „Die Förderung von Präventionsprojekten ist eine gute Investition. Demokratische Werte vermitteln und ein Abgleiten in Kriminalität verhindern sind Ansprüche und Ziele, deren Erreichen nicht gleich morgen messbar ist. Die Arbeit lohnt sich aber – vor allem wenn wir diese Ziele langfristig verfolgen.“

Der Landespräventionsrat ist die zentrale Instanz zur Bündelung und Förderung einer umfassenden Kriminalprävention im Land Brandenburg. Er bietet mit seinen drei Arbeitsgruppen ein Forum für Experten und führt die relevanten Akteure der brandenburgischen Präventionslandschaft zusammen. Vorsitzender des Landespräventionsrates ist der Innenminister.

Im Beirat sind neben verschiedenen Ministerien auch die Koordinierungsstelle „Tolerantes Brandenburg / Bündnis für Brandenburg“, der Verfassungsschutz, die Universität Potsdam sowie der Landkreistag und der Städte- und Gemeindebund hochrangig vertreten. Die drei ständigen Arbeitsgruppen des Landespräventionsrates befassen sich mit Kinder-, Jugend- und Gewaltdelinquenz, mit politischem Extremismus und Förderung von Integration und Willkommenskultur sowie Opferschutz und Opferhilfe.

Darstellung ausgewählter Projekte

„Jugendreporter vor Ort“

Das Projekt der Deutschen Gesellschaft e. V. motiviert und befähigt Schülerinnen und Schüler, sich als Jugendreporterinnen und Jugendreporter selbstbewusst und aktiv an der politischen Öffentlichkeit in ihrem Lebensumfeld zu beteiligen und für ein weltoffenes, demokratisches Miteinander vor Ort einzutreten.

Das Projektvorhaben richtet sich an die Jahrgangsstufen 9 bis 13 und soll zusammen mit dem Landespräventionsrat Brandenburg und den Bildungswerken Sachsen und Nordrhein-Westfalen der Deutschen Gesellschaft e.V. gezielt in ländlichen Regionen der drei Länder erprobt werden.

„Grenzwerte Plus“

Mit dem Projekt „GrenzWerte plus“ wurde vom Verein Dreist e. V in Eberswalde ein landesweit eingesetztes Programm der Prävention vor sexuellem Missbrauch entwickelt, dessen Zielgruppe Kinder und Jugendliche in Grund- und weiterführenden Schulen, Horten und Jugendhilfeeinrichtungen sind.

Das Projekt will bei Kindern und Jugendlichen wichtige Lebenskompetenzen fördern: Selbstwahrnehmung, Selbstwirksamkeit, Selbststeuerung, soziale Kompetenz, Umgang mit Stress und Problemlösungsfertigkeiten. Die Mädchen und Jungen, die am Programm teilnehmen, trainieren Schlüsselkompetenzen, die ihnen nicht nur als Schutz vor sexualisierter Gewalt helfen können, sondern allgemeine Lebenskompetenzen darstellen.

„Am Rande des Regenbogens“

„Am Rande des Regenbogens“ ist ein Projekt des Theaters EUKITEA, das sich an Kinder und Jugendliche in Schulen, Kindergärten und anderen Bildungseinrichtungen richtet. Zentrales Element und Ziel des Stückes ist es, junge Menschen darin zu unterstützen, ihren eigenen Weg zu gehen. Einfühlsame und humorvolle Szenen bringen dem jungen Publikum die Grundbausteine wie Akzeptanz und Lösungsorientierung nahe und geben ihnen konkrete Werkzeuge zu ihrer Anwendung an die Hand. Es geht um einfache, aber kraftvolle „Tricks“ und Übungen – rund um Themen wie „Grenzen setzen“, „Loslassen“ oder „Wertschätzen der eigenen Persönlichkeit“.

Ihre Meinung ist uns wichtig,
kommentieren Sie diesen Artikel!

Jedoch, auf Cop2Cop gilt die Netiquette als Leitfaden für die Kommunikation. Alle Beiträge werden von Administratoren geprüft und freigeschaltet. Beiträge, die persönliche Beleidigungen, Diffamierungen, rechtswidrige Texte oder Werbung beinhalten, werden ebenso unkommentiert entfernt, wie Off-Topic-Beiträge und SPAM. Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse dient internen Zwecken und wird nie angezeigt.