Rechte Netzwerke aufdecken

2. Februar 2017 | Themenbereich: Innere Sicherheit | Drucken

„Die Ermittlungsarbeit ist noch nicht zu Ende“, sagt Martina Renner, Sprecherin für antifaschistische Politik der Fraktion DIE LINKE, mit Blick auf die Festnahme des mutmaßlichen Neonazi-Attentäters von Düsseldorf, der vor 16 Jahren bei einem Anschlag mit einer Rohrbombe zehn Menschen zum Teil schwer verletzt hatte. „Nun geht es darum, die rechten Netzwerke aufzudecken, die für die Begehung eines solchen Anschlags notwendig sind. Antifaschistische Recherchen haben auf diese Strukturen seit Jahren hingewiesen.“ Martina Renner weiter:

„Die Geschichte des rechten Terrors zeigt: Die Einzeltäterthese ist so beliebt wie falsch. Ob es sich um das Münchener Oktoberfestattentat oder die Briefbombenserie des Neonazis Franz Fuchs handelt: Rechtsterrorismus braucht immer Strukturen und diese gilt es offenzulegen und zu zerschlagen.

Insbesondere im vorliegenden Fall müssen Verbindungen zum Netzwerk des Nationalsozialistischen Untergrunds geprüft werden. Auch wenn der Anschlag nicht unmittelbar Zschäpe, Mundlos und Böhnhardt zugerechnet werden kann, wissen wir durch Untersuchungsausschüsse und den Münchener Prozess, dass das Netzwerk der Rechtsterroristen weit verzweigt war und bis heute aktiv ist.

Die Aufdeckung dieser Strukturen ist auch deshalb notwendig, weil sie bislang nicht erkannte rechte Anschläge aufklären könnte.“

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