„Gute Leistung der Beschäftigten nicht nur mit warmen Worten honorieren!“

30. Januar 2017 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen | Drucken

„Der öffentliche Dienst darf in der Einkommensentwicklung nicht länger hinter der Privatwirtschaft hinterherhinken – Wir fordern mehr Geld und sichere Arbeitsplätze für die Tarifbeschäftigten“, sagte der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Oliver Malchow, vor der am Montag beginnenden zweiten Runde der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes der Länder. Die Einkommensentwicklung sei in den vergangenen 15 Jahren deutlich langsamer verlaufen als in vielen anderen Branchen. Malchow: „Entgegen allen Einwänden der Arbeitgeber ist für spürbare Gehaltserhöhungen tatsächlich auch Geld da. Der öffentlichen Hand ging es durch die Steuereinnahmen selten so gut wie heute.“
Massive Aufgabenfülle – Gute und engagierte Leistung muss sich auch im Geldbeutel widerspiegeln
Angesichts der massiven Aufgabenfülle , so Malchow, reiche es nicht aus, wenn die Politiker in den Ländern zu ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Ämtern und Behörden sagen, ‚das habt ihr aber prima gemacht‘. Malchow: „Eine gute und engagierte Leistung muss sich auch im Geldbeutel widerspiegeln.“

GdP-Tarifexpertin Kerstin Philipp weist auf die größer werdenden Probleme der öffentlichen Arbeitgeber hin, genügend geeignete Bewerber für Nachbesetzungen und Neueinstellungen zu finden. „Qualifizierte Bewerber schauen vor allem auch auf die Angebote, wie sie die Arbeitszeit mit ihrer Familien- und Freizeitplanung verbinden können. Da zeigen sich private Arbeitgeber deutlich flexibler.“

Die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes fordern für die Tarif- und Besoldungsrunde 2017 der Länder Verbesserungen im Gesamtvolumen von 6 Prozent. Dies beinhaltet eine soziale Komponente in Form eines Sockel- oder Mindestbetrages und die Einführung der Stufe 6 in den Entgeltgruppen 9 bis 15 sowie strukturelle Verbesserungen in der Eingruppierung bei einer Laufzeit von 12 Monaten.

In den Tarifverhandlungen vertritt die mit 180.000 Mitgliedern weitaus größte deutsche Arbeitnehmervertretung der Polizei rund 16.000 in der GdP organisierte Tarifbeschäftigte bei den Länderpolizeien.

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