„Dürfen Straftätern im Stadion keine Bühne bieten“

20. Januar 2017 | Themenbereich: Hessen, Innere Sicherheit | Drucken

Die Fankultur in Deutschland bildet einen unverwechselbaren Kern der Faszination des Fußballs. Um die offene Fankultur langfristig zu erhalten, müssten sich die Vereine und die Fans aber deutlich und unmissverständlich von denjenigen distanzieren, die den Fußball als Bühne für Straftaten und Gewaltexzesse nutzen. Das betonte der Hessische Innen- und Sportminister Peter Beuth in Frankfurt im Rahmen des dritten Fußball-Fan-Dialogs der Hessischen Landesregierung zum Thema „Selbstregulation und Selbstreflexion von Fußballfans: Die Perspektiven verschiedener Akteure“.

„Wir dürfen im und im Umfeld der Stadien keine Störer dulden, die den Fußball und die Fanszene als Deckmantel für ihre Gewalttaten missbrauchen. Die Haltung, dass Gewalt, Rassismus und Pyrotechnik im Fußball nichts verloren haben, muss noch viel stärkeren Einzug in die Fankurven halten. Unser Anspruch muss es sein, verantwortungsvolles Handeln als entscheidendes Merkmal einer selbstreflektierten und selbstregulierten Fankultur zu zementieren. Eine falsch verstandene Solidarität unter den Fußball-Fans darf es dabei nicht geben. Wir dürfen Straftätern im Stadion keine Bühne bieten“, so Sportminister Peter Beuth.

Dabei müssten sich auch die Vereine noch stärker als bisher von gewalttätigen Gruppen distanzieren und in der Öffentlichkeit klar Stellung beziehen. Fanabteilungen, Fanprojekte und Netzwerkpartner stärkten den Fans den Rücken, wenn sie sich für ein offenes Miteinander auf den Rängen einsetzen, so Beuth. „Dabei müssen die Vereine auf die Selbstreflexion und Selbstregulation ihrer Fans viel stärkeren Einfluss nehmen, als es die meisten bislang tun. Hierin liegt eine Chance, das Klima in den Stadien nachhaltig zu verbessern und die Fankultur als wesentlichen Bestandteil der Faszination Fußball auch langfristig zu erhalten“, so Sportminister Peter Beuth.

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