Geschwindigkeitsmessanlagen am Wörther Kreuz

16. Januar 2017 | Themenbereich: Rheinland-Pfalz, Verkehr | Drucken

Die rheinland-pfälzische Polizei wird noch im Januar zwei stationäre Anlagen zur Geschwindigkeitsmessung am „Wörther Kreuz“, der Zusammenführung von Bundesautobahn 65, Bundesstraße 9 und Bundesstraße 10 in Fahrtrichtung Karlsruhe in Betrieb nehmen.

Das „Wörther Kreuz“ als Unfallhäufungs- und Gefahrenstelle wurde als erste Örtlichkeit für zwei der fünf neuen stationären Geschwindigkeitsmessanlagen ausgewählt, die um den 1. Februar 2017 in Betrieb genommen werden. Die weiteren drei Anlagen sollen auf der BAB 60 (Hechtsheimer Tunnel) und BAB 3 (Wiedbachtalbrücke – in beide Fahrtrichtungen) eingerichtet werden.

In der Zeit von Mitte Mai bis Mitte November 2017 sollen dann zehn semi-mobile Anlagen zur Geschwindigkeitsmessung ebenfalls an außerörtlichen Unfallhäufungs- und Gefahrenstellen im Land eingesetzt werden. Diese sind auf Anhängern verbaut, sodass man sie ohne großen Aufwand an wechselnden Orten einsetzen kann.

Die Landesregierung Rheinland-Pfalz hat sich im Koalitionsvertrag 2016-2021 dem europäischen Leitgedanken „Vision Zero“, also einer deutlichen Reduzierung tödlicher Unfälle im Verkehr, verpflichtet. „Die Zahlen der Unfallstatistik belegen leider immer wieder aufs Neue, dass Raser sich und andere Verkehrsteilnehmer gefährden. Polizei und viele zivilgesellschaftliche Partner – wie etwa die Verkehrswacht oder die Unfallkasse – investieren viel Energie in Aufklärung und Prävention. Jeder Tote und jeder Verletzte im Straßenverkehr ist einer zu viel. Um unser Ziel – die Vison Zero – zu erreichen, müssen wir verstärkt auch Geschwindigkeitsverstöße sanktionieren. Die Polizei wird daher ihre Anstrengungen weiter verstärken“, erläutert Innenminister Lewentz die Intensivierung der Verkehrssicherheitsarbeit.

Im Jahr 2015 führten Verkehrsunfälle in Rheinland-Pfalz trotz insgesamt rückläufiger Zahlen in den letzten Jahrzehnten zu 194 Todesopfern und 19.097 Verletzten. Bei durch „nicht angepasste bzw. überhöhte Geschwindigkeit“ mitverursachten Verkehrsunfällen starben in Rheinland-Pfalz im Jahr 2015 insgesamt 90 Menschen und 5177 Menschen wurden verletzt. Eine Abnahme der durchschnittlichen Geschwindigkeit um fünf Prozent bewirkt eine Verringerung der Verkehrsunfälle mit Verletzten um zehn Prozent und bei den Unfällen mit Getöteten eine Verringerung um 20 Prozent.

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