Pistorius vereidigt 1.106 neue Polizeikommissarinnen und -kommissare

13. Januar 2017 | Themenbereich: Niedersachsen, Polizei | Drucken

In Hannover haben heute (13. Januar 2017) 1.106 niedersächsische Polizeikommissaranwärterinnen und -anwärter ihren Diensteid geleistet. Das erste Mal seit der Gründung der Polizeiakademie 2007 hat der Innenminister damit gleich zwei Bachelorstudiengänge eines Jahres begrüßt. Durch den von der Landesregierung wieder eingeführten zweiten Einstellungstermin am 1. April 2016, zusätzlich zum obligatorischen Einstellungstermin am 1. Oktober 2016, wurden der zehnte und elfte Bachelorstudiengang gemeinsam vereidigt.

Der niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, nahm den jungen Polizisten den Diensteid ab. Pistorius sagte: „Die Polizeistudierenden schwören, das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland, die Niedersächsische Verfassung und die in der Bundesrepublik Deutschland geltenden Gesetze zu wahren und die Amtspflichten gewissenhaft zu erfüllen. Das ist für jede und jeden von Ihnen ein außergewöhnlicher Moment und der Startschuss für die Karriere in der Polizei.“

In seiner Rede befasste sich Pistorius auch mit der allgemeinen Sicherheitslage: „Wir leben in rauen, außergewöhnlichen Zeiten, die innere Sicherheit ist das Schwerpunktthema in Deutschland, nicht erst seit dem furchtbaren Anschlag vor einem Monat in Berlin. Die jungen Frauen und Männer, die ich heute vereidigen durfte, übernehmen dabei eine besondere Verantwortung. Das ist großartig, und dafür danke ich Ihnen schon jetzt.“

Pistorius sagte weiter: „Angesichts der aktuellen Situation hat diese Landesregierung in den Beratungen zum Haushalt 2017 / 2018 die richtigen Zeichen gesetzt, um den gestiegenen Herausforderungen im Bereich der inneren Sicherheit gerecht zu werden. Im Ergebnis wurden 1.000 zusätzliche Stellen und Beschäftigungsmöglichkeiten bei der Polizei in Niedersachsen geschaffen.“

Bis Ende dieses Jahres wird die Zahl der Studierenden bei der Polizei dank der Maßnahmen der Niedersächsischen Landesregierung zur Nachwuchsgewinnung auf insgesamt rund 3.000 ansteigen. Damit gibt es in Niedersachsen so viele Polizeikommissaranwärterinnen und -anwärter wie seit den 1980er Jahren nicht mehr.

Der Direktor der Polizeiakademie Niedersachsen, Dieter Buskohl, sagte, dass es ein elementarer Bestandteil der Ausbildung sei, „die Studierenden zu Polizeibeamtinnen und -beamten auszubilden, die werteorientiert und mit Herz und Verstand ihre vielfältigen Aufgaben wahrnehmen.“

Insgesamt sind im vergangenen Jahr zum 1. April 182 und zum 1. Oktober 932 Polizeikommissaranwärterinnen und -anwärter eingestellt worden, von denen acht ihr Studium zwischenzeitlich wieder beendet haben. Davon waren 462 Frauen und 652 Männer. 137 Studierende haben einen Migrationshintergrund.

Auch 2017 und 2018 soll es weiterhin zwei Einstellungstermine geben, so dass insgesamt jeweils mehr als 1.000 Einstellungen vorgenommen werden sollen.

Damit befinden sich aktuell insgesamt 2502 Studierende an der Polizeiakademie Niedersachsen. Diese hohe Zahl an Studierenden bedeutet für die Polizeiakademie Niedersachsen eine außergewöhnliche Herausforderung sowohl im Hinblick auf die quantitative aber auch qualitative Durchführung des anspruchsvollen Studienganges.

Rund 3.000 Angehörige und Freunde sowie zahlreiche Ehrengäste nahmen an den Feierlichkeiten teil. Begleitet wurde das Programm mit der Musik des Polizeiorchesters Niedersachsen und des Solisten Frank Marpoder unter der Leitung von Matthias Wegele.

1 Kommentar
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  1. Nun wäre es noch schön, wenn den personellen Einstellungen auch die Beschaffungen der erforderlichen FEM folgen würden und vor allem auch die erforderlichen Haushaltsmittel zusätzlich zur Verfügung gestellt werden. Nicht das es wieder heißt, hier und dort muss gespart werden, weil kein Geld da ist. Wer A sagt, muss auch B sagen und den Worten Taten folgen lassen.

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