„Mehr WIR in der Wehr“ will Migranten für die Feuerwehr begeistern

12. Januar 2017 | Themenbereich: Feuerwehr - Katastrophenschutz, Schleswig-Holstein | Drucken

 

Die Zahl der Menschen mit Migrationshintergrund, die sich in Schleswig-Holstein in den Freiwilligen Feuerwehren engagieren, soll gesteigert werden. Das Modellprojekt „Mehr WIR in der Wehr“, das von der Türkischen Gemeinde Schleswig-Holstein (TGSH) in Kooperation mit dem Landesfeuerwehrverband Schleswig-Holstein ins Leben gerufen wurde, will hier helfen. „Es müssen mehr Migrantinnen und Migranten für die Institution Freiwillige Feuerwehr gewonnen werden. Es ist also gut und wichtig, in diesem Bereich für mehr Information und Aufklärung zu sorgen“, sagte Innenminister Stefan Studt heute (11. Januar 2017) bei einer Veranstaltung in Kiel.

v.l.: Innenminister Stefan Studt, Dr. Cebel Küçükkaraca, Vorsitzender der Türkischen Gemeinde Schleswig-Holstein, Wolfgang Röttgers, Kieler Stadtrat und Volker Arp, 1. Hauptbrandmeister des Landesfeuerwehrverbands.v.l.: Innenminister Stefan Studt, Dr. Cebel Küçükkaraca, Vorsitzender der Türkischen Gemeinde Schleswig-Holstein, Wolfgang Röttgers, Kieler Stadtrat und Volker Arp, 1. Hauptbrandmeister des Landesfeuerwehrverbands. © MIB
Kooperation mit der Türkischen Gemeinde

Laut Aussage des Innenministers sei das Projekt, das bis Juli 2018 andauert, eine Chance für die Feuerwehren im Land. „Angesichts von Mitgliederschwund und Landflucht kann jede Wehr über neue Mitglieder froh und dankbar sein“, sagte Studt. Nicht jeder sei heutzutage bereit, seine Freizeit für die Gemeinschaft zu opfern. „Daher ist es großartig, dass so viele Menschen in der TGSH dafür offen sind.“ Es sei ein zentrales Anliegen der Regierung, diese Strukturen zu stärken. „Ich freue mich, dass der Landesfeuerwehrverband dafür eine eigene Projektstelle geschaffen hat, die aus Mitteln des Landes mitfinanziert wird“, sagte Studt.
Gemeinsam Angebote entwickeln

Das Projekt, das im Rahmen des Bundesprogramms „Zusammenhalt durch Teilhabe“ als Modellprojekt gefördert wird, verfolgt zwei Ziele. Auf der einen Seite wird bei der Zielgruppe der Migrantenorganisationen angesetzt, um über das Ehrenamt in der freiwilligen Feuerwehr zu informieren und Menschen mit Migrationshintergrund dafür zu gewinnen. Dies geschieht insbesondere durch Informationsveranstaltungen wie Tage der Offenen Tür oder Workshops. Auf der anderen Seite wird auch die Zielgruppe der Aktiven, die sich bereits in den Feuerwehren engagieren, miteinbezogen. Hier werden in Rücksprache mit den einzelnen Wehren deren Bedarfslagen abgefragt und entsprechende Angebote gestaltet.

Ihre Meinung ist uns wichtig,
kommentieren Sie diesen Artikel!

Jedoch, auf Cop2Cop gilt die Netiquette als Leitfaden für die Kommunikation. Alle Beiträge werden von Administratoren geprüft und freigeschaltet. Beiträge, die persönliche Beleidigungen, Diffamierungen, rechtswidrige Texte oder Werbung beinhalten, werden ebenso unkommentiert entfernt, wie Off-Topic-Beiträge und SPAM. Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse dient internen Zwecken und wird nie angezeigt.