GdP lehnt Überführung der Beamtenschaft in die gesetzliche Krankenkasse ab

11. Januar 2017 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen | Drucken

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) weist Vorschläge von sich, Beamte in die gesetzliche Krankenversicherung zu überführen. GdP-Bundesvorsitzender Oliver Malchow: „Die in der Bertelsmann-Studie aufgestellte Behauptung, die öffentliche Hand würde um 60 Milliarden Euro bis zum Jahr 2030 einsparen, ist eine Milchmädchenrechnung. Wie immer, wenn Vergleiche zwischen dem System der Beamtenbesoldung und anderen Systemen gezogen werden, hinken sie so stark, dass sie kaum noch laufen können.“

Milchmädchenrechnung
Die Rechnung der Stiftung, mit der offenbar einige Politiker liebäugeln, enthält viele Unbekannte. So zum Beispiel die unweigerlich mittel- und langfristig steigenden Beitragssätze für die gesetzlich Versicherten, allein durch die Alterspyramide im Beamtenbereich.

Meldungen, nach denen sich DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach für eine Versicherungspflicht für Beamte in der gesetzlichen Krankenversicherung ausgesprochen haben soll, wies Malchow zurück: „Wir haben ganz im Gegenteil nach einer ausführlichen Diskussion im DGB festgestellt, dass nur ein System infrage kommt, das sowohl die Wahlfreiheit als auch gleiche Leistungen ohne finanzielle Nachteile für Beamte garantiert.“

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