Erste Behördenleiterin bei der Polizei

30. Dezember 2016 | Themenbereich: Polizei, Thüringen | Drucken

Polizeidirektorin Heike Langguth (50) ist die neue Leiterin der Thüringer Bereitschaftspolizei und Polizeidirektor Detlev Schum (57) der neue Leiter der Landespolizeiinspektion Nordhausen. Staatssekretär Udo Götze überreichte am 23. Dezember die Bestellungsschreiben.

Mit Heike Langguth wird erstmals eine Behörde der Thüringer Polizei durch eine Frau geleitet. Sie war auch die erste Frau im höheren Polizeivollzugsdienst in Thüringen und ab 2003 die erste Frau, die eine Polizeiinspektion (Erfurt – Nord) in der Thüringer Polizei leitete.

Heike Langguth begann ihren Dienst 1991 bei der Thüringer Polizei, arbeitete ab 1992 als Mitarbeiterin der Einsatzorganisation, Koordination, Beratung und Verhandlungsgruppe im LKA. 1993 folgte die Laufbahnausbildung zum gehobenen Vollzugsdienst. 2001 bis 2003 wechselte sie zur Ausbildung an die Polizeiführungsakademie Münster. Von 2003 bis 2012 war sie Leiterin der PI Erfurt Nord. In dieser Zeit sammelte sie auch berufliche Erfahrungen im Thüringer Innenministerium und als Leiterin des Führungsstabes der Polizeidirektion Erfurt. 2012 bis 2013 war sie Leiterin der neuen Landeseinsatzzentrale der Landespolizeidirektion. Ab 2013 war Heike Langguth Leiterin der Fachgruppe Führungs- /und Sozialwissenschaften an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung im Fachbereich Polizei in Meiningen. Des Weiteren ist die sehr erfahrene und anerkannte Polizeibeamtin seit über 10 Jahren Dozentin im Lehrauftrag für polizeiliche Führungslehre an der Polizeiführungsakademie in Münster-Hiltrup.

Detlev Schum begann seine Ausbildung 1980 bei der Hessischen Bereitschaftspolizei. Er wurde 1992 nach Thüringen versetzt, war dort bis 1992 als Zugführer der Bereitschaftspolizei tätig. 1994 begann er seine Ausbildung zum höheren Dienst an der Polizeiführungsakademie Münster. 1996 wurde er Leiter der Polizeiinspektion Zentralen Dienste in Suhl, 1997 Leiter der PI Suhl. Von 1998 bis 1999 war er im Bildungszentrum Meiningen, sowie im Innenministerium für die Bereiche Aus- und Fortbildung tätig. Ab 2003 war er Vertreter des Leiters der PD Erfurt und ab 2011 der Vertreter des Leiters der PD (jetzt LPI) Gotha, sowie Leiter der dortigen Führungsstäbe.

Von den 7033 Beamten und Beschäftigten der Thüringer Polizei sind 2040 Frauen. In den vergangenen drei Jahren stieg ihr Anteil um 1,2 Prozent auf jetzt 29 Prozent. Während die Frauen die Mehrheit bei den Angestellten bilden (527 weiblich, 62,89 Prozent), sind sie im Verwaltungsdienst in der Minderheit (133 weiblich, 44,33 Prozent). Im Vollzugsdienst liegt die Frauenquote bei 23,41 Prozent. Signifikante Unterschiede bestehen zwischen den einzelnen Laufbahnen. Während im mittleren und gehobenen Polizeivollzugsdienst der Frauenanteil annähernd gleich bei 23 Prozent liegt, beträgt dieser im höheren Polizeivollzugsdienst nur knapp 10 Prozent.

Innenminister Dr. Holger Poppenhäger: „Die Polizei braucht die besten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, und wer die Besten will, kann auf Frauen nicht verzichten. Allerdings muss man auch dafür sorgen, dass Frauen in leitender Position tätig sein können. Frau Langguth hat sich bei der Bestenauslese durchgesetzt und hat mein vollstes Vertrauen.“

Mit der Überreichung der Urkunden sind Langguth und Schum in ihre neuen Dienstposten eingeführt worden. Eine offizielle Diensteinführung mit Festakt ist für Anfang Januar in Planung.

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