Internet-Kriminellen gemeinsam mit den Unternehmen das Handwerk legen

28. Dezember 2016 | Themenbereich: Kriminalität, Thüringen | Drucken

Die Informationsangebote der Thüringer Polizei zur Cybercrime-Problematik intensiv zu nutzen, ist nach Auffassung des Thüringer Innenministers Dr. Holger Poppenhäger für die Verantwortlichen in der Wirtschaft dringender denn je. „Es gibt hier offensichtlich einen großen Beratungsbedarf“, sagte der Minister heute (27. Dezember 2016) in Erfurt und würdigte dabei die Arbeit der Cybercrime-Spezialisten im LKA.

Das Landeskriminalamt betreibt eine Zentrale Ansprechstelle Cybercrime (ZAC). Diese sieht es selbst als ihre Aufgabe an, Kontakte zur Wirtschaft zu initiieren, nachhaltig zu gestalten und Unternehmen und Privatpersonen zu beraten. In diesem Zusammenhang werden auch Schulungsmaßnahmen für Wirtschaftsunternehmen und andere Institutionen wie Kammern oder Verbände durchgeführt, um die Sicherheit dieser Adressatengruppen im Umgang mit digitalen Medien und Technologien kontinuierlich zu verbessern. Die Internet-Polizisten waren zum Beispiel bei Veranstaltungen des Thüringer Kompetenzzentrums Wirtschaft 4.0 (ThEx), der Handwerkskammer Ostthüringen (IT-Sicherheitsforum Ostthüringen 2016) und der Q-Soft GmbH Erfurt (Security-Day 2016 auf der Messe Erfurt) mit eigenen Angeboten vor Ort.

Dr. Poppenhäger mahnt in diesem Zusammenhang dazu, Attacken auf die IT der Unternehmen möglichst schnell und umfassend zur Anzeige zu bringen. Von Cyberangriffen betroffene Unternehmen werden im Rahmen der Ermittlungsverfahren nicht nur als Geschädigte oder Zeugen befragt, sondern auch hinsichtlich Problemlösung und Prävention beraten. Die Rückmeldungen der Unternehmen gestalten sich dabei durchweg positiv.

„Das Dezernat Cybercrime im Landeskriminalamt tritt einschlägigen Kriminalitätsformen wirkungsvoll und konsequent entgegentreten“, sagte Dr. Poppenhäger. Während die Kriminalpolizeiinspektionen für die Aufnahme von Anzeigen und die Sachbearbeitung von Cybercrime-Delikten in einfach gelagerten Fällen zuständig sind, kümmert sich das LKA um die Bekämpfung von Cybercrime im engeren Sinne oder von schwerwiegenden Fällen.

Um die Personalsituation im Dezernat Cybercrime weiter zu verbessern, wird aktuell die Ausschreibung und Besetzung eines Dienstpostens im gehobenen Polizeivollzugsdienst vorbereitet. Zwei weitere Dienstposten sollen im Jahr 2017 besetzt werden.

Auch bei der Beweissicherung unterstützen LKA-Spezialisten der so genannten Forensischen IuK die regionalen Beweissicherungseinheiten in qualifizierten Fällen bei der Sicherung und Auswertung von EDV-Spuren und -Beweismitteln im Strafverfahren.

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