Landespräventionspreis 2016: Innenminister prämiert drei innovative Projekte

20. Dezember 2016 | Themenbereich: Brandenburg, Prävention | Drucken

Drei Projekte teilen sich den 12. Präventionspreis des Landes Brandenburg. Innenminister Karl-Heinz Schröter übergab den Preis heute auch in seiner Funktion als Vorsitzender des Landespräventionsrates. Die Gewinner erhielten ein Preisgeld von je 2.000 Euro.

Der Preis hatte der Landespräventionsrat in diesem Jahr als Kreativwettbewerb unter dem Motto „Digitale Kriminalprävention – Hilf den digitalen Raum sicherer zu gestalten!“ ausgelobt. Erstmalig richtete sich der Wettbewerb neben Initiativen, Vereinen und Schulen auch an alle Brandenburgerinnen und Brandenburger. Es sollten Ideen vor allem von und für Kinder und Jugendliche entwickelt werden, um unter anderem Internetkriminalität vorzubeugen.

Schröter hob den hohen Stellenwert einer erfolgreichen Präventionsarbeit in Bezug auf die Sensibilisierung der Gefahren des Internets und der sozialen Medien hervor. „Das Internet ist ein Medium, dessen wir uns Tag für Tag bedienen. Wir nutzen es ganz selbstverständlich ohne permanent daran zu denken, dass es auch Gefahren in sich bergen kann. Einmal eingestellte Informationen können sich in kürzester Zeit über verschiedene Plattformen rasend schnell verbreiten. Vor allem aber: Man kriegt sie kaum mehr aus dem Internet heraus! Auf diese Weise werden auch verletzende oder sogar menschenverachtende Kommentare oder Bilder schnell an einen unüberschaubar großen Personenkreis verbreitet“, so Schröter.

„Jede Straftat ist für mich eine Straftat zu viel. Sie sollten daher erst gar nicht geschehen. Den Opfern bliebe dadurch viel Leid erspart. Das ist das Grundanliegen der Prävention“, betonte Schröter. „Um das zu erreichen, müssen wir weiter den Fokus auf eine konsequente Präventionsarbeit legen. Prävention ist nicht nur Aufgabe einzelner. Alle sollten den Präventionsgedanken aktiv mittragen und mit Leben erfüllen.“

Die Preisträger

Zu den Gewinnern des diesjährigen Präventionspreises gehört die Arbeiterwohlfahrt, Regionalverband Brandenburg Süd e.V. mit der Projektidee „Meine Spuren im Netz – Auf der Suche nach dem digitalen Doppelgänger“. Bei dem Projekt soll Kindern und Jugendlichen ein stärkeres Bewusstsein im Umgang mit privaten Daten und möglichen strafrechtlichen Aspekten vermittelt werden. Es soll an Brandenburger Schulen zum Einsatz kommen.

Darüber hinaus hat Konrad Egg, ein Schüler der 5. Klasse aus Oberkrämer, den Preis mit seiner Idee „Mein Bild gehört mir!“ gewonnen. Mit seiner Idee möchte er Eltern sensibilisieren, die Bilder ihrer eigenen Kinder ins Internet stellen. Er möchte dazu eine Sensibilisierungskampagne starten.

Weitere Gewinner des Preises sind Schülerinnen und Schüler der Klasse M7 der Spreeschule Cottbus mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „geistige Entwicklung“ mit ihrem Projekt „Mobbing? Ohne uns!“. Aufgrund eigener Erfahrungen mit dem Thema Mobbing haben sie sich gemeinsam mit ihrer Lehrerin intensiv mit der Materie auseinandergesetzt. Entstanden ist dadurch eine Illustration der erarbeiteten Erkenntnisse. Da die Schüler heute nicht an der Preisverleihung teilnehmen konnten, wird die Ehrung zu Beginn des neuen Jahres nachgeholt.

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