Tätertrainingsmaßnahmen dienen Opferschutz

29. November 2016 | Themenbereich: Justiz, Schleswig-Holstein | Drucken

Justizministerin Anke Spoorendonk hat sich heute (29. November) beim DRK-Kreisverband Neumünster über die Tätertrainingsmaßnahmen der pro familia im Rahmen des Kooperations- und Interventionskonzepts gegen häusliche Gewalt (KIK) informiert. „“Häusliche Gewalt zwischen erwachsenen Menschen, die in einer Partnerschaft leben, wurde lange Zeit in seinem Ausmaß und seinen Folgen zu wenig wahrgenommen“, „erklärte die Ministerin.“ „Laut Erhebungen ist mindestens jede vierte Frau in Deutschland Opfer derartiger Übergriffe ihres Partners geworden. Auch Kinder, die in einer solchen Umgebung aufwachsen, sind im hohen Maß gefährdet: Sie werden entweder selbst verletzt oder aber durch das Miterleben der an ihrer Mutter oder in seltenen Fällen auch an ihrem Vater verübten Gewalt traumatisiert. Den Folgen für die betroffenen Opfer entgegenzuwirken, ist Aufgabe des KIK-Netzwerkes. Ich freue mich über die gute Zusammenarbeit aller daran beteiligten Menschen und Institutionen in Schleswig-Holstein. Die von uns geförderten Tätertrainingsmaßnahmen spielen hierbei eine wichtige Rolle. Sie helfen, Wiederholungstaten zu verhindern und dienen damit einem aktiven Opferschutz““, sagte Spoorendonk.

Seit 2007 wird in Schleswig-Holstein die Arbeit der Institutionen, die mit der Bekämpfung häuslicher Gewalt und dem Opferschutz befasst sind, durch das Kooperations- und Interventionskonzept gegen häusliche Gewalt Schleswig-Holstein (KIK) verknüpft. Hierzu gehören insbesondere Polizei, Staatsanwaltschaft, Familiengerichte, Jugendämter, Frauenfacheinrichtungen, Einrichtungen der psychosozialen Prozessbegleitung sowie Tätertrainingseinrichtungen. Die Tätertrainingsmaßnahmen werden an zehn Standorten von der pro familia Schleswig-Holstein, der Brücke Elmshorn und dem Diakonischen Werk Südtondern durchgeführt. Ziel ist es, gewalttätige Männer und ggf. auch Frauen dabei zu unterstützen, die Ursachen und insbesondere die Folgen ihres Verhaltens sowie konfliktträchtige Situationen zu erkennen, Verantwortung für ihre Gewalttaten zu übernehmen und ihr Verhalten zu ändern. Die Klienten können freiwillig an den Tätertrainings teilnehmen oder werden durch Polizei und Justiz zugewiesen.

Ihre Meinung ist uns wichtig,
kommentieren Sie diesen Artikel!

Jedoch, auf Cop2Cop gilt die Netiquette als Leitfaden für die Kommunikation. Alle Beiträge werden von Administratoren geprüft und freigeschaltet. Beiträge, die persönliche Beleidigungen, Diffamierungen, rechtswidrige Texte oder Werbung beinhalten, werden ebenso unkommentiert entfernt, wie Off-Topic-Beiträge und SPAM. Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse dient internen Zwecken und wird nie angezeigt.