Katastrophenschutzübung der Bundeswehr

24. November 2016 | Themenbereich: Feuerwehr - Katastrophenschutz, Rheinland-Pfalz | Drucken

Mit TERREX 2016 setzte das Landeskommando Rheinland-Pfalz seine Übungen zu Hilfeleistungen der Bundeswehr im Katastrophenfall fort. Insgesamt 100 Soldaten und 30 Mitarbeiter ziviler Katastrophenschutzorganisationen waren vom 17. bis 19. November in Mainz im Einsatz.

Das Szenario der Übung vom 17. bis 19. November: Tagelanger Dauerregen im Südwesten Deutschlands führt am Rhein und seinen Zuflüssen zu starkem Hochwasser. Deiche brechen, Straßen werden überschwemmt, Krankenhäuser müssen evakuiert werden; für die betroffenen Landkreise wird die Situation zunehmend kritisch. Die zivilen Katastrophenschutzstäbe arbeiten mit Hochdruck, doch die Lage verschärft sich zunehmend. Die Bundeswehr soll mit Mensch und Material unterstützen, die entsprechenden Kreisverbindungskommandos werden aktiviert. In Mainz ist das Lagezentrum des Landeskommandos bereits hochgefahren, TERREX 2016 beginnt.

Die Kläranlage der BASF befindet sich im Überschwemmungsgebiet und ist durch einen Sandsackverbau gesichert. Rund weitere 30.000 Sandsäcke sollen mit watfähigen Fahrzeugen zum Einsatzort zur Erhöhung des Damms transportiert werden. Im weiteren Verlauf der Übung müssen Gebäude evakuiert, Bewohner in Sicherheit gebracht, Notunterkünfte gebaut und Transportmöglichkeiten bereitgestellt werden.

Das Bezirksverbindungskommando zur Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) in Trier sowie die Kreisverbindungskommandos (KVK) zu den kreisfreien Städten Frankenthal, Landau, Ludwigshafen, Speyer und zu den Landkreisen Altenkirchen, Germersheim, Rhein-Lahn-Kreis und Rhein-Pfalz-Kreis nehmen an der Übung teil. Nach einer ersten Bewertung leiten sie die Hilfeleistungsanträge an das Landeskommando weiter. Im Lagezentrum werden sie abschließend bearbeitet und die daraus resultierenden Unterstützungsleistungen koordiniert.

Über den Übungsverlauf informierten sich vor Ort der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz und ADD-Präsident Thomas Linnertz. Sie besuchten das Lagezentrum des Landeskommandos sowie einige Übungszellen der Teilnehmer. Lewentz bezeichnete die zivil-militärische Zusammenarbeit als wichtiges Gut: „Es ist bemerkenswert, wie sie sich im Land entwickelt hat. Da es immer weniger Bundeswehr-Standorte in Rheinland-Pfalz gibt, brauchen wir die Fähigkeiten der Verbindungskommandos im Landkreis.“

Der besondere Dank des Staatsministers galt dem ehrenamtlichen Engagement der Reservisten. Oberst Erwin Mattes, Kommandeur des Landeskommandos, bewertete die Übung als anspruchsvoll und gelungen. „Ich habe das Gefühl, ich kann mich auf die teilnehmenden Verbindungskommandos voll verlassen“, so der Kommandeur.

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