Brand- und Katastrophenschutz steht vor erheblichen Herausforderungen

19. November 2016 | Themenbereich: Brandenburg, Feuerwehr - Katastrophenschutz | Drucken

Der ehrenamtliche Brand- und Katastrophenschutz steht nach den Worten von Innenminister Karl-Heinz Schröter vor erheblichen Herausforderungen. Schröter sagte auf der Delegiertenversammlung des Landesfeuerwehrverbandes am Samstag in Rathenow (Landkreis Havelland), es werde auch aufgrund der demographischen Entwicklung zunehmend schwieriger, die Einsatzfähigkeit der Feuerwehren 24 Stunden am Tag an 365 Tagen im Jahr im gewohnten Umfang zu gewährleisten. Es gelte deshalb neue Ideen und Handlungskonzepte zu entwickeln, um den Brand- und Katastrophenschutz an die geänderten Rahmenbedingungen anzupassen und sicherzustellen, dass auch in der Zukunft der Brandschutz gesichert bleibt und ausreichend qualifizierte Einsatzkräfte zur Verfügung stehen. Schröter verwies darauf, dass derzeit im Innenministerium an entsprechenden Plänen gearbeitet wird.

„Wir brauchen eine effiziente und tragfähige Gestaltung, die den Anforderungen der Zeit und den regionalen Besonderheiten entspricht. Wir brauchen Lösungen, die darauf reagieren, dass unsere Feuerwehrmänner und -frauen als Arbeitnehmer nur noch in den seltensten Fällen am Wohnort ihren Arbeitsplatz haben. Wir brauchen Lösungen, die auch die Interessen der Arbeitgeber berücksichtigt, umso die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr 24 Stunden am Tag an 365 Tagen im Jahr im gewohnten Umfang zu gewährleisten“, betonte der Innenminister.

Schröter würdigte zugleich das große ehrenamtliche Engagement der Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren. „Die Sicherheit der Bevölkerung lebt von ihrer Bereitschaft zum freiwilligen Einsatz und von der Bereitschaft aller Ehrenamtlichen, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Das Ehrenamt ist eine zentrale Stütze, nicht nur, aber besonders für den Brand- und Katastrophenschutz“, sagte der Minister.

Er dankte in diesem Zusammenhang den Feuerwehren auch für ihren Beitrag zur Bewältigung der Flüchtlingswelle und lobte deren Engagement in der Jugendarbeit. „Sie schaffen es, das unsere Jugend außerhalb der Schule lernt, sich für andere einzusetzen und erfährt, was wertvolle Kameradschaft bedeutet. Sie sind an dieser Stelle ein ganz wichtiger Teil unseres gesellschaftlichen Lebens“, unterstrich der Minister.

In Brandenburg gab es zu Jahresbeginn 39.280 freiwillige Feuerwehrleute. Das waren knapp 1.700 ehrenamtliche Feuerwehrangehörige weniger als ein Jahr zuvor. Sie versahen ihren Dienst in 200 freiwilligen Feuerwehren mit insgesamt 1.774 örtlichen Einheiten. Hinzukamen 692 Einsatzkräfte der fünf Berufsfeuerwehren und zehn Werkfeuerwehren mit 930 Angehörigen. Die Feuerwehren rückten im vergangenen Jahr zu 42.853 Einsätzen aus, fast 7.000 Einsätze mehr als 2014. Die Entwicklung war vor allem auf eine deutliche Zunahme von Einsätzen zur technischen Hilfsleistung zurückzuführen. Dagegen ging die Zahl der Löscheinsätze im gleichen Zeitraum um knapp 200 auf 6.025 Einsätze zurück.

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