Salafistische Radikalisierung von Jugendlichen frühzeitig erkennen

11. November 2016 | Themenbereich: Innere Sicherheit, Rheinland-Pfalz | Drucken

Warum sind islamistische Werte- und Identifikationsangebote für junge Menschen so interessant? Wann und wo entstehen die Voraussetzungen zur Radikalisierung und welche Handlungsmöglichkeiten gibt es, um dem präventiv entgegenzuwirken? Diesen und weiteren Fragen widmete sich die Fachtagung „Salafistische Radikalisierung von Jugendlichen – Präventionspraxis in den Kommunen“ am Donnerstag in Mainz.

Akteure aus Schule, Polizei, Kommunen und Moscheevereinen sowie Jugend- und Sozialdiensten haben gemeinsam mit Experten der Präventionsarbeit und Aussteigern zentrale Fragen rund um salafistische Radikalisierung von Jugendlichen erörtert und konkrete Handlungsempfehlungen für die Praxis abgeleitet.

„Das Wissen um die Anziehungskraft salafistischer Angebote ist eine grundlegende Voraussetzung, um effektive Konzepte zu entwicklen, die eine Radikalisierung verhindern. Junge Menschen zu erreichen, sie in ihrer persönlichen Entwicklung zu unterstützen sowie ihnen Orientierung in der Gesellschaft anzubieten und sie zur gesellschaftlichen Teilhabe zu befähigen, sind die zentralen Herausforderungen im Kampf gegen den Salafismus“, sagte Innenminister Roger Lewentz. Um diese zu meistern, seien der Aufbau kommunaler Netzwerke und die Verknüpfung präventiver Angebote essentiell. Ein starkes informiertes und sensibilisiertes Miteinander von Eltern, lokalen Akteuren aus Schule, Sozial- und Jugendarbeit, Polizei und Politik sei hierfür unerlässlich, so der Minister.

Expertenvorträge, Diskussionsrunden sowie wechselnde Themenrunden boten den Teilnehmern die Gelegenheit, unterschiedliche Arbeits- und Informationsangebote kennen zu lernen und einzelne Aspekte für die lokalen Herausforderungen zu erörtern. Denn eine erfolgsorientierte Präventionsstrategie muss Radikalisierungsprozesse bei Jugendlichen in Rheinland-Pfalz rechtzeitig erkennen und frühzeitig das Umfeld junger Menschen sensibilisieren. Hierfür sind Maßnahmen notwendig, die sich mit Identitätskonflikten von jungen Menschen befassen.

Ihre Meinung ist uns wichtig,
kommentieren Sie diesen Artikel!

Jedoch, auf Cop2Cop gilt die Netiquette als Leitfaden für die Kommunikation. Alle Beiträge werden von Administratoren geprüft und freigeschaltet. Beiträge, die persönliche Beleidigungen, Diffamierungen, rechtswidrige Texte oder Werbung beinhalten, werden ebenso unkommentiert entfernt, wie Off-Topic-Beiträge und SPAM. Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse dient internen Zwecken und wird nie angezeigt.